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Hier finden Sie einige Basisinformationen über Blasbach, den kleinsten der Wetzlarer Stadtteile, dessen schriftlich überlieferte Geschichte bis in das 8. Jahrhundert zurückreicht. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Ortsvorsteher.

Der Wetzlarer Stadtteil Blasbach von oben
Informationen über den Wetzlarer Stadtteil Blasbach

Geschichte

Die schriftlich überlieferte Geschichte Blasbachs, dem kleinsten Stadtteil von Wetzlar, reicht in das 8. Jahrhundert zurück. Die urkundliche Ersterwähnung des Dorfes ist allerdings nicht eindeutig zu datieren. Im Jahre 787 oder 797 schenkte ein Ebur von Blasbach dem Kloster Lorsch eine Kirche und weiteren Landbesitz. Damit ist Blasbach als einer der alten Kirchorte des Wetzlarer Raumes nachgewiesen. Im Jahre 1150 hatte das Kloster Schiffenberg dort zwei Leibeigene.

Aus dem Erbe der Grafen von Gleiberg kam der Ort in den Besitz der Grafen von Solms. Als Teil der östlichen Hälfte der Solmser Grafschaft durchlebte Blasbach deren besondere Geschichte, denn im Hohensolmser Bezirk mussten die Solmser Grafen seit der Mitte des 14. Jahrhunderts eine Lehenshoheit und den Mitbesitz der Landgrafen von Hessen anerkennen. Bei den solmsischen Teilungen nach 1420 fiel dieser Bezirk an die sich herausbildende Linie Solms-Lich, aus der die Linie Hohensolms-Lich entstand. Erst 1629 nahmen Hessen und Solms eine Aufteilung ihres Gemeinbesitzes vor. Dabei behielten die Grafen von Solms-Hohensolms-Lich das Dorf Blasbach. Nach einer kurzen Zugehörigkeit zum Herzogtum Nassau von 1806 an wurde im Jahre 1815 das Amt Hohensolms und damit auch Blasbach dem Königreich Preußen zugeteilt. Bis 1848 verfügten die Fürsten von Solms-Hohensolms-Lich im Hohensolmser Standesgebiet noch über besondere Regierungsrechte.

Die Blasbacher Kirche
Die Blasbacher Kirche

Die Blasbacher Kirche wurde 1712 bis 1716 erbaut und 1775 erneuert. Mit ihrem schlichten, im Kern gotischen Schiff, mit Haubendachreiter und einer auf Pfosten ruhenden stuckierten Flachdecke ist sie ein ansprechendes Beispiel der Architektur ihrer Zeit.

Lange Zeit wurde Eisenerzbergbau im Bereich der Blasbacher Gemarkung betrieben, dort sind sogar frühmittelalterliche Eisengewinnungsanlagen archäologisch nachgewiesen. Am namensgebenden Gewässer wurden einst zwei Mühlen betrieben.

Bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1932 gehörte Blasbach zur Amtsbürgermeisterei Hohensolms. Erst dann erhielt Blasbach bis zum 1. Januar 1972, als es sich mit Hermannstein zusammenschloss, einen eigenen Bürgermeister. Die neue Gemeinde wurde am 1. Januar 1977 Teil der Stadt Lahn, seit deren Auflösung am 1. August 1979 ist Blasbach ein Stadtteil von Wetzlar.

Ortsbeirat

Ortsvorsteher: Karl-Thomas Köhler

Ortsgerichtsvorsteher: Manfred Brandtner

Funktionen und Rechtsstellung:

Die Ortsbeiräte kennen die Anliegen der Einwohnerinnen und Einwohner „vor Ort“ und haben bei der demokratischen Willensbildung in der Stadt Wetzlar eine wichtige Aufgabe, weil sie Magistrat und Stadtverordnetenversammlung beraten. Die Ortsbeiräte üben eine Mittlerrolle zwischen der Bevölkerung in den Stadtteilen und dem Rathaus aus.

Das Gebiet der Stadt Wetzlar besteht aus der ehemaligen Reichsstadt Wetzlar sowie den einstigen Gemeinden Blasbach, Dutenhofen, Garbenheim, Hermannstein, Münchholzhausen, Nauborn, Naunheim und Steindorf. Entsprechend dem Gebiet der früheren Gemeinden wurden Stadtteile gebildet. Diese Stadtteile sind Ortsbezirke im Sinne der Hessischen Gemeindeordnung (§ 81 HGO).  In jedem Ortsbezirk wird im Rahmen der Kommunalwahl ein Ortsbeirat auf fünf Jahre gewählt. Dieser wählt in seiner konstituierenden Sitzung einen Ortsvorsteher oder eine Ortsvorsteherin. 

Die Ortsbeiräte haben die Belange des jeweiligen Ortsbezirks in der Gemeinde zu wahren und die Gemeindeorgane durch Beratung, Anregung und Mitgestaltung zu unterstützen. Grundsätzlich müssen sie zu allen Fragen, die den Ortsbezirk betreffen, von der Stadtverordnetenversammlung oder dem Magistrat gehört werden, insbesondere vor der Verabschiedung des städtischen Haushalts.
Die Ortsbeiräte wiederum haben das Recht, zu allen örtlichen Angelegenheiten Vorschläge an die Stadtverordnetenversammlung und an den Magistrat zu richten.

Die Ortsbeiratsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Die Ortsbeiräte tagen in der Regel einmal im Monat und werden durch den Ortsvorsteher oder dessen Vertretung geleitet. Die Sitzungen sind grundsätzlich öffentlich. Jeder Einwohner kann deshalb am öffentlichen Teil der Sitzungen als Zuhörer teilnehmen.

Die Sitzungen sind öffentlich bekannt zu machen. Die Veröffentlichung erfolgt gemäß der Hauptsatzung in der Wetzlarer Neuen Zeitung.

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Veranstaltungen

Derzeit sind keine Veranstaltungen in Blasbach bekannt.

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