Sprungmarken
Suche
Suche

Integrationspreis 2017

Bewerbungsformular

Integration bringt voran!

Zum zweiten Mal lobt die Stadt Wetzlar in diesem Jahr einen Integrationspreis aus und folgt damit den Handlungsempfehlungen zur Förderung der Integration von zugewanderten Menschen in Wetzlar, die im November 2013 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurden.

Die Stadt Wetzlar ist im Rahmen des Landesprogrammes „WIR“ engagiert und hat sich zum Ziel gesetzt, die Willkommens- und Anerkennungskultur zu fördern.

Bewerben können sich alle Privatpersonen, Vereine, Verbände und sonstige Institutionen und Initiativen, die beruflich oder privat im Bereich der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund herausragendes Engagement in Wetzlar bewiesen haben und somit eine Vorbildfunktion für andere übernehmen.

Gerne werden aber auch Vorschläge für in diesem Sinne geeignete Kandidat(inn)en entgegengenommen.

Der Integrationspreis ist mit 1.500 Euro dotiert. Eine Aufteilung auf mehrere Preisträger(innen) ist möglich.

Die Verleihung des Wetzlarer Integrationspreises findet alljährlich im Rahmen der Integrationskonferenz statt.

Es werden ausschließlich vollständig ausgefüllte und ausreichend dargestellte Bewerbungen bzw. Vorschläge anerkannt, die fristgerecht eingegangen sind. Einsendefrist ist der 30.04. eines jeden Jahres.

Die Bewerbungen sind zu richten an das Koordinationsbüro für Jugend und Soziales der Stadt Wetzlar, Ernst-Leitz-Str. 30, 35578 Wetzlar.

Bei der Bewertung finden u.a. folgende Kriterien Anwendung:

  • Positive Bedeutung zum gesellschaftlichen Miteinander,
  • Nachhaltigkeit des Projektes,
  • Innovativer Ansatz des Projektes,
  • Pionierfunktion des Projektes.

Nähere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen zum Herunterladen erhalten Sie unter www.wetzlar.de à Leben in Wetzlar à Migranten à Integrationspreis.

Für weitere Fragen steht Ihnen das Team des Koordinationsbüros der Stadt Wetzlar unter Telefon 06441 99-2015 oder E-Mail koordinationsbürowetzlarde gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


Integrationspreis
Preisträger des Integrationspreises: v.l. Irma Kriger (2. Preis), Ingrid Knell (Vorsitzende des Interkulturellen Rates), Hüseyin Demirel, Rabia Özkan (DITIB-Gemeinde, 1. Preis), Oberbürgermeister Manfred Wagner.

Integrationspreis 2016

Erstmals ist auf der Integrationskonferenz der Stadt Wetzlar am 27. September 2016 der mit 1.500 Euro dotierte Integrationspreis vergeben worden. Den 1. Preis (1.000 Euro) erhielt die Türkisch-Islamische Gemeinde Wetzlar DITIB für ihre Aktivitäten im sozialen Bereich und ihre Jugendarbeit. Die seit 1989 im Wetzlarer Stadtbezirk Niedergirmes aktive Moschee-Gemeinde betreibe eine umfassende Integrations- und Jugendarbeit, die vorbildlich zur interkulturellen Verständigung beitrage, sagte die Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Ingrid Knell, in ihrer Laudatio. So gebe es eine Hausaufgabenbetreuung für Schüler, Frauenfrühstück, Frauensport, Unterhaltungskreise, Exkursionen und sozialpolitische Workshops, Besuche in Altenheimen und Mithilfe in der Flüchtlingshilfe. Ein besonderer Schwerpunkt sei die intensive Begleitung von Jugendlichen mit Freizeitangeboten, auch um extreme Haltungen zu verhindern.

Den 2. Preis (500 Euro) erhielt als Einzelperson Irma Kriger für ihr ehrenamtliches Engagement in der Migrationsberatung. Die gebürtige Moldawierin ist seit vielen Jahren als Ansprechpartnerin für Migranten aus den GUS-Staaten tätig und unterstützt sie beispielsweise bei Behördengängen und der Vermittlung von Sprachkursen.

Integrationskonferenz
Gilian und Amy Bellaerts wurden von OB Manfred Wagner eingebürgert, rechts Anja Henrich, stellv. Leiterin des Stadtbüros.

Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) nannte das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen eine Bereicherung. Die Integration könne nur gelingen bei Dialogbereitschaft und gegenseitiger Achtung. Die Stadtverwaltung wolle dazu einen Beitrag leisten, indem sie sich als „Interkulturelle Verwaltung“ auf die unterschiedlichen Zielgruppen einstelle. Wagner zeigte sich besorgt darüber, dass sich der Ton in der Integrationsdebatte verschärft habe. Viele nähmen die wirtschaftlichen Vorteile der Globalisierung gerne an, seien aber nicht bereit, den Blick auf die negativen Folgen, etwa die Fluchtursachen durch Kriege oder Klimawandel zu richten.

Integrationskonferenz
Vom Flüchtling zum Koordinator für Integrationsdienste bei den Maltesern: Der Syrer Mohamad Osman berichtete von seiner Integrationsgeschichte.

Auf der Konferenz, die zum dritten Mal im Wetzlarer Rathaus mit über 100 Teilnehmern stattfand, wurden auch lokale Projekte vorgestellt wie „Sport und Flüchtlinge“, beim dem fünf „Sportcoaches“ Flüchtlinge mit Sportvereinen in Kontakt bringen. Die Vertreterin des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, Wiebke Schindel, lobte die Stadt Wetzlar für ihre langjährigen Aktivitäten: „Integration wird in Wetzlar vorbildlich umgesetzt.“ Weiterhin wurden bei der Veranstaltung auch Einbürgerungen vorgenommen: Gilian Bellaerts und ihre Tochter Amy erhielten von Oberbürgermeister Wagner die Urkunde über die deutsche Staatsbürgerschaft, die sie zusätzlich zur britischen erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren: