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Herkunft unbekannt

Herkunft unbekannt? Provenienzforschung in der Sammlung Lemmers-Danforth

Sonderausstellung im Palais Papius, Sammlung Lemmers-Danforth  bis Ende 2021

Die Sammlung Lemmers-Danforth im Palais Papius zählt zu den kulturellen Höhepunkten der Stadt Wetzlar. Sie ging 1984 mit dem Ableben der Sammlerin Dr. Irmgard von Lemmers-Danforth in den Besitz der Stadt über. Mit diesem kulturellen Erbe hat die Stadt auch gleichzeitig Verantwortung übernommen. Spätestens seit den ersten Restitutionsfällen seit Anfang 2001 wurde deutlich, dass die Sammlerin ihre Sammlungsstücke zum Teil auch auf Auktionen erwarb, die Kunstwerke und Kunsthandwerk aus während des NS-Regimes enteignetem jüdischem Besitz anboten. Im Laufe der Jahre mehrten sich die Anfragen, so dass die Provenienzforschung nicht nur zu den angefragten und restituierten Werken, sondern zur kompletten Sammlung seitens der Stadt für sinnvoll und erforderlich erachtet wurde. Dies auch, um insgesamt genauere Informationen und damit mehr Klarheit über die Herkunft der Sammlungsstücke zu erhalten. 

Dank der großzügigen Förderung durch Bundesmittel der Deutschen Stiftung Kulturgutverluste in Magdeburg wurde die Umsetzung des Projekts zur grundlegenden Erforschung der Provenienzen der Sammlung  ermöglicht. Der Provenienzforscher Dr. Udo Felbinger wertete die vorhandenen Quellen europaweit in Archiven mit großer Sorgfalt aus und betrieb gezielte Recherchen zu den einzelnen Sammlungsbereichen im engen Austausch mit Kollegen, Sammlern, vergleichbaren Sammlungen, dem Kunsthandel und Museen. 

Seine Ergebnisse und das umfangreiche zutage geförderte Material sind beeindruckend und werden nun in der das Projekt abschließenden Ausstellung von Informationsstelen im Palais Papius und dem begleitenden Katalog präsentiert. 


Kulturgemeinschaft

75 Jahre Wetzlarer Kulturgemeinschaft

„…aus der Not geboren in der Sehnsucht nach Höherem und Schönerem…“

Zu sehen nach Wiedereröffnung der Städtischen Museen und voraussichtlich bis zum 28. März 2021

Die große und nicht hoch genug einzuschätzende Bedeutung der Wetzlarer Kulturgemeinschaft für das kulturelle Leben Wetzlars in den 75 Jahren ihres Bestehens manifestiert sich insbesondere in ihrer Geschichte, in der Gründung der Wetzlarer Singakademie und des Wetzlarer Sinfonieorchesters unter dem Komponisten und Dirigenten Gustav Adolf Schlemm, in der Fortführung ehemals angelegter Strukturen durch die Abspaltung von Sparten wie der Gründung des Theaterrings Wetzlar oder der bis heute intensiv tätigen Wetzlarer Singakademie. Im Laufe der Jahre, insbesondere unter der Ägide von Hans-Günther Kolb und den später folgenden Vorsitzenden der Wetzlarer Kulturgemeinschaft fokussierte sich die Wetzlarer Kulturgemeinschaft immer mehr auf den Bereich der klassischen Musik und ist heute ein professioneller Konzertverein mit einem Programm auf höchstem Niveau.

Die Sonderausstellung und Begleitbroschüre der Städtischen Museen Wetzlar widmen sich der Entwicklung und Geschichte der Kulturgemeinschaft und ihrer wichtigsten Akteure und Gäste.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Gründungszeit der Wetzlarer Kulturgemeinschaft unter dem Vorsitz seiner Mentorin Elsie Kühn-Leitz.

Zugleich wird anhand von Dokumenten, Fotos, Videoausschnitten und Archivalien sowie Leihgaben unter anderem aus dem privaten Rundfunkmuseum bei Saarbrücken (Heusweiler) und aus Privatbesitz die umfangreiche und anspruchsvolle, manchmal mühevolle Arbeit des Vereins seit den Gründungsjahren vorgestellt.