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Dieter Mulch: "Auf dem Sehweg"

Die Ausstellung ist noch bis 22. März 2020 zu sehen!
Ausstellungsplakat
Ausstellungsplakat © Dieter Mulch: "Auf dem Sehweg"

Dieses Jahr feierte Dieter Mulch seinen 90. Geburtstag. Zu diesem Anlass sind seine künstlerischen Arbeiten mit dem Titel „Auf dem Sehweg“ ab dem 8. November 2019 an drei Ausstellungsorten in Wetzlar zu sehen: „Objekte und Tafelbilder“ in der Stadtgalerie, „Grafiken“ im Stadtmuseum und „Bagatellen“ (kleinformatige farbige Mischtechnik auf Papiermontagen in Distanzrahmen) in der Galerie ARTHERB by Galerie am Dom.

Dieter Mulch wurde 1929 in Frankfurt/Main geboren. Erste künstlerische Anleitung und Förderung erfolgte durch Waltraut Hassenstein, Coburg (1947-1950) und grundlegende Studien in Graphik und Malerei bei Theo Garve. Er absolvierte die Abendschule des Städel, Frankfurt am Main. 1957 schloss er sein Philologiestudium an der Universität Frankfurt/Main ab. Neben seiner Lehrtätigkeit an Wetzlarer Gymnasien und weiteren Kunststudien wirkte er als Illustrator und Übersetzer englischsprachiger Literatur über Kunst und Künstler. Seine Zeichnungen und Druckgrafiken, Tafelbilder und Collagen, Objektkästen, Objekte und Installationen waren Gegenstand zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland.

Dieter Mulch malt und zeichnet zum einen größtenteils figurativ, zum anderen chiffriert er Erlebtes und Durchlebtes in einem zunächst rätselhaft erscheinenden Kaleidoskop von Szenen und Gegenständen, die er zusammenfügt. Diese Arbeiten erinnern an altägyptische Hieroglyphenschriften mit ihren konkret-gegenständlichen Darstellungen, die, in einer Abfolge gelesen, das Mitzuteilende offenbaren. Gemälde in Acryl auf Leinwand - in den für den Künstler typischen quadratischen Formaten - werden ebenfalls zu sehen sein. Mulch komponiert kleine Stillleben miteinander zu einem größeren. Es sind die reifen, vollen, gesättigten Farben des Herbstes, die uns begegnen, dominiert von rotbraunen Abstufungen und jenen einzigartigen, geheimnisvollen Blau- und Grüntönen; jedwedes Schrille ist gewichen, falls es jemals auf des Künstlers früherer Palette zu finden gewesen sein sollte. Die Bilder mit Chiffren sind die Sprache des Künstlers. Sie spiegeln den Reichtum eines Lebens wider. Sie dienen sich nicht dem Betrachter an, sondern fordern zu teilnehmender Reflektion auf.