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Sonderausstellung Luciano Castelli
Freitag, 24. Mai, bis Sonntag, 30. Juni 2019 © Luciano Castelli

In Kooperation mit dem Wetzlarer Kunstverein und der Galerie am Dom zeigt das Stadtmuseum von Freitag, 24. Mai, bis Sonntag, 30. Juni 2019, Fotografien und einen Film des Luzerner Künstlers Luciano Castelli.

Luciano Castelli hat bereits in den 70er und 80er Jahren im Zusammenhang mit dem Fotorealismus in der Malerei und der figurativen Malerei der sogenannten Neuen Wilden in Berlin zusammen mit Salome, Bernd Zimmer, Helmut Middendorf und anderen um die Galerie am Moritzplatz Kunstgeschichte geschrieben. Dass er nicht nur als Künstler, sondern auch als Person in der Kunst präsent war und ist, können Sie an Werken in vielen großen Museumssammlungen in Deutschland und international erkennen. Eine von mehreren großen Ausstellungen führte ihn 2015 in die National Gallery nach Peking und das Contemporary Art Museum in Shanghai.

Im Stadtmuseum präsentiert Luciano Castelli großformatige Fotografien und verbindet sie mit der Projektion eines Films, der bereits 2017 anlässlich einer großen Werkschau im Helmhaus Zürich und wenig später in Berlin gezeigt wurde. In Wetzlar ist der Film nun zum dritten Mal zu sehen. Er wurde von Studierenden der Kunsthochschule in Salzburg produziert und verarbeitet Fotografien des Künstlers aus den 70er Jahren zu einer Animation in Form der Collage. Sie verwandeln sich zu ineinanderfließenden bewegten Bildern, die assoziativ auch an Castellis jüngst entstandenen Revolving Paintings erinnern, bei denen sich das Thema Perspektivwechsel in der Bewegung der Leinwand während des Malprozesses manifestiert. Die großformatigen, auf Planen gedruckten Fotografien aus dem Jahre 1974 zeigen den Künstler selbst, der sich in einer mit dem Körper verschmelzenden goldenen Maskerade selbst fotografierte. Die Verwandlung  des Selbst, die dynamische und zugleich androgyne Verzauberung des Körpers, das Schlüpfen in immer neue Rollen ist denn auch ein Kardinalthema in Castellis Kunst insgesamt.