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Wetzlars Parkanlagen

Schwan in der Colchester-Anlage
Schwan in der Colchester-Anlage © Siegfried Lutsch
Die Wetzlarer Altstadt ist von fünf Grünanlagen umgeben, die vornehmlich nach den Wetzlarer Partnerstädten benannt wurden und die sich entlang der ehemaligen Ringmauer erstrecken. Diese befinden sich außerhalb der zum Teil noch erhaltenen Stadtmauer und stellen beliebte Grünflächen nicht nur für die Bewohner der Altstadt dar. Entstanden sind die heutigen Anlagen, die die Altstadt nahezu vollständig umschließen, aus Feldern, Wiesen und Gärten, die an der ehemaligen Stadtmauer lagen. Die heute beliebten Parkanlagen sind folgendermaßen angeordnet: Das Rosengärtchen im Norden, die Siena-Promenade im Osten sowie die Avignon-Anlage und die Schladming-Anlage im Süden. Geschlossen wird der Gürtel durch die Colchester-Anlage im Westen.

Hinweise für Spaziergänger

Der Rundgang ist ca. 2 km lang. Es ist eine Dauer von ca. 1,5 Stunden einzuplanen. Aufgrund der Topographie (Höhenunterschieden von ca. 47 m) sind mehrere Treppenanlagen im Rosengärtchen und der Avignon-Anlage zu überwinden. Daher ist der Rundweg ungeeignet für Fahrradfahrer oder Rollstuhlfahrer. Aus allen Bereichen der Altstadt sind die Grünanlagen in maximal 300 m Entfernung zu erreichen.
Grüngürtelweg
Grüngürtelweg © Tourist-Information

Lage der Parkanlagen und ihre Zugänglichkeit im Überblick

Bebelplatz

Denkmal von August Bebel
Denkmal von August Bebel © Dominik Ketz

Der Bebelplatz verbindet das Rosengärtchen mit der Hausertorstraße. Eigentlich zählt dieser Platz nicht zu den Parkanlagen, ist aber aufgrund seiner schönen Gestaltung und Bepflanzung ebenfalls ein Teil des Grüngürtels. Außerdem gelangt man unter anderem von hier ins Rosengärtchen oder in die andere Richtung über die Hausertorstraße in die Colchester-Anlage.

Angaben zur Barrierefreiheit:
Dieser Platz ist aufgrund der Treppen nicht barrierefrei.

Rosengärtchen

Gedenkstätte im Rosengärtchen
Gedenkstätte im Rosengärtchen © Tourist-Information

Das Rosengärtchen ist eine Parkanlage mit Freilichtbühne. Der ehemalige Friedhof wurde 1915 in eine Grünanlage umgewandelt. Mit dem Bebelplatz bildet es die Grünverbindung zwischen dem Wöllbachertor und der Hausergasse. Im oberen Teil der Anlage kann der Besucher zahlreiche historische Grabsteine besichtigen, unter anderem das Grabdenkmal der Freifrau von Albini, der Wohltäterin der Armen. Auch Karl Wilhelm Jerusalem, das Vorbild für Goethes Werther, wurde hier begraben; der genaue Standort des Grabes ist heute zwar nicht mehr bekannt, doch an der vermuteten Stelle wurde eine Gedenktafel für ihn errichtet. Besonders schön ist dieser Park, wenn im Sommer die Rosen blühen. Doch auch zu anderen Jahreszeiten entfaltet diese Grünanlage ihren Reiz.

Angaben zur Barrierefreiheit:
Von der Hausertorgasse aus ist der Park nur über Treppen zu erreichen. Es gibt jedoch die Möglichkeit, über die Wöllbachertorstraße den Park von der anderen Seite aus zu erkunden und barrierefrei in den Park zu gelangen.

Siena-Promenade

Diese Grünanlage gliedert sich in die Kleine Promenade mit Goldfischteich und die Große Promenade. Die Siena-Promenade verbindet den Bereich zwischen dem Wöllbachertor und dem Obertor. Der altgewachsene Baumbestand, das historische Wasserwerk von 1894 und die vielen Sitzgelegenheiten laden hier zum Flanieren ein.

Angaben zur Barrierefreiheit:
Diese Anlage ist barrierefrei.

Avignon-Anlage

Blick auf den Säutum im Frühling
Säuturm © Tourist-Information Wetzlar

Die Avignon-Anlage erstreckt sich zwischen dem ehemaligen Franziskanerkloster, dem Säuturm und dem Obertor an der Stadtmauer. In diesem Bereich ist die Stadtmauer am besten erhalten geblieben. Eine Besonderheit dieses Parks ist der Höhenunterschied zwischen dem oberen und dem unteren Teil der Anlage. Von der Freifläche vor der Stadthalle und dem Säuturm präsentiert sich nicht nur ein wunderbarer Blick auf den Kalsmunt, sondern auch ein Überblick über die Avignon-Anlage mit dem Spielplatz im unteren Bereich. Im unteren Teil dieser Anlage, am Ludwig-Erk-Platz gegenüber des Parkplatz, befindet sich neben dem Spielplatz auch ein kleiner Boule-Platz, der für alle Besucher offen steht.

Angaben zur Barrierefreiheit:
Diese Anlage ist aufgrund ihrer Aufteilung und der vielen Treppen nicht rollstuhlgerecht.

Schladming-Anlage

Diese Grünanlage erstreckt sich außerhalb der ehemaligen Stadtmauer zwischen der Mühlgrabenstraße und der Silhöferstraße. Die Gestaltung dieser Grünanlage weist großflächige Stauden- und Gräserbepflanzung sowie zahlreiche Sitzgelegenheiten auf. Auf der Höhe des Steighausplatzes befindet sich hier auch der alte Jüdische Friedhof, der jedoch nur im Rahmen einer Führung betreten werden kann. Durch ein eisernes Tor ist er jederzeit einsehbar.

Angaben zur Barrierefreiheit:
Der Eingang von der Schützenstraße aus zu diesem Park erfolgt über drei Stufen. Von der Lahninsel aus ist diese Promenade barrierefrei zu erreichen.

Colchester-Anlage

Blick in die Colchester-Anlage
Blick in die Colchester-Anlage © Siegfried Lutsch

Diese Anlage befindet sich auf einer Insel, die von der Lahn und dem Mühlgraben umschlossen wird. Zu der Anlage zählt ein Skulpturenpark. Außerdem befinden sich hier zwei Stationen des Optikparcours. Die alte Lahnbrücke, die Altstadt, die Lahnwehre sowie die Ufervegetation der Gewässer bilden eine reizvolle Kulisse für diese Anlage. Auf den Rasenflächen der Colchester-Anlage finden regelmäßig Spielfeste, kleinere Konzerte oder Vereinsfeste statt.

Angaben zur Barrierefreiheit:
Diese Anlage ist barrierefrei und bequem von allen Seiten zu erreichen.