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Aktuelle Hinweise

Bitte beachten Sie:
Der Verlauf und die Wegemarkierung der Vier-Türme-Wanderung werden überarbeitet. Das bedeutet, dass die bestehende Markierung nicht mehr nachgebessert wird und es daher zu Lücken in der Wegweisung kommen kann.


Hervorzuheben ist, dass

  • im Bereich der Spilburg ein Wegabschnitt gesperrt ist. Bedingt durch Bautätigkeiten ist eine Nutzung des Pfades, parallel der Straße „Auf der Plank“  leider nicht möglich. Wanderer werden gebeten, in die Straße „Edgar-Hobinka-Straße“ auszuweichen.
  • auf dem Wanderweg am Stoppelberg, im Bereich des Pfades zwischen Wasserhäuschen und Stoppelbergturm einige Bäume quer auf dem Weg liegen. Wanderer werden daher gebeten, diesen Bereich zu meiden.
Wanderer blicken auf die Lahn
© Dominik Ketz

Auf dem Wanderweg erwartet Sie ein großartiger Ausblick auf die ehemalige Reichsstadt und das nähere Umland. Gestartet wird am Rande der Altstadt: Der Markierung folgend führt Sie der Weg vorbei an der Alten Lahnbrücke und durch die Colchester-Anlage über den Bismarckturm, die Brühlsbacher Warte sowie den Stoppelberg und die Burgruine Kalsmunt wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Wer den Weg von insgesamt 16 km etwas abkürzen möchte, kann dem parallelen Dr. Wilhelm-Witte-Weg folgen. Ein rotes W auf weißem Grund schildert den 9 km langen Rundwanderweg aus.

Lage der vier Türme im Stadtgebiet

Wanderkarte

Wissenswertes

Die Wanderstrecke - Beschreibung

Wanderstrecke: 16 km
Höhenunterschied: ca. 350 Meter
Markierung: rote 1 auf weißem Grund

Wir beginnen unsere "Vier-Türme-Wanderung" an der historischen, im 13. Jahrhundert erbauten "Steinernen Lahnbrücke", durchwandern die Colchester-Anlage und überqueren oberhalb der Hausermühle den Mühlgraben. Gegenüber der Hausermühle wandern wir links hinauf in das Rosengärtchen. An der Freilichtbühne vorbei gelangen wir auf die Goethestraße, der wir links hinab folgen.

Nach Überquerung der Haarbachstraße stehen wir vor dem Goethebrunnen und wandern links die Treppe hinauf. Am Treppenende halten wir uns rechts und biegen dann links in die Straße "Auf dem Hauserberg". Über den Lahnbergweg gelangen wir zum Bismarckturm. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf das Lahntal. Der Turm ist zur Zeit leider nicht zugänglich.

Anschließend wandern wir nach Osten, am neuen Friedhof entlang zur "Kühmark", die wir durchqueren. Nun führt der Weg durch die alte "Landwehr", bereits 1412 als befestigte Grenze der Reichsstadt Wetzlar urkundlich erwähnt, nach Südosten und dann im Bogen nach Südwesten, immer an den Gräben und Wällen der alten Befestigung entlang. Auf der rechten Seite liegt der Gewerbepark Spilburg, welcher von 1914 bis 1993 als Kaserne genutzt wurde.

Wir erreichen die Frankfurter Straße, überschreiten sie bei der Johann-Sebastian-Bach-Straße, und wandern rechts an den Häusern vorbei, auf einem Fußpfad hinab in den "Kaisersgrund". Hier bewegen wir uns ein Stück auf der Natur-Spur Helgebach, einen Naturerkundungspfad, für den das erforderliche Begleitheft im Naturschutz-Zentrum erhältlich ist. Kurz bevor wir die Friedenstraße erreichen, ist rechts ein Gedenkstein, der an die Hinrichtung des "Falschen Kaisers" Tile Kolup erinnert, der am 7. Juli 1285 auf der Richtstätte beim "Alten Galgen" an der Garbenheimer Warte verbrannt worden ist.

Auf der Friedenstraße wandern wir etwa 100 Meter nach links und dann einen Waldweg rechts schräg bergauf. Beim Wasserwerk verlassen wir den Wald und wandern nach Süden hinauf zur Brühlsbacher Warte, die für alte Wetzlarer seiner Form wegen der "Bleistift" heißt.

Dann führt der Weg genau nach Osten bis zur Straße "Am Sturzkopf", der wir nach rechts (Süden) folgen. Wir überschreiten die breite "Stoppelberger Hohl" und wandern die Taunusstraße und Volpertshäuser Straße entlang und an dem Kinderspielplatz hinüber zum Waldrand.

Hier wandern wir auf einem, zunächst mit einem roten Fuchs, dann mit einem liegenden "Y" markierten Weg im Wald bergauf. Nachdem wir die Straße zum Kirschenwäldchen überquert haben, führt unser Weg nach Südosten bergauf. Rechts sehen wir den Stoppelbergturm in greifbarer Nähe. Wo der markierte Weg bereits wieder abwärts zu führen beginnt, wandern wir rechts (Westen) hinauf zum Turm. Bei klarem Wetter hat man einen Blick auf den Dünsberg, Wetzlar, Braunfels und den Feldberg.

Wir wandern ca. 100 m auf dem Weg zurück, biegen links in einen schmalen Pfad, folgen der Markierung vor an einem Parkplatz und queren die Straße. Auf dem Fußpfad, rechts neben der Straße, wandern wir zum Kirschenwäldchen.

Von hier führt unser Weg nun nach Nordwesten abwärts. Von der Straße biegen wir rechts in einen Waldweg. Wir verlassen auf dem Hubertusweg den Wald und gelangen auf die Nauborner Straße, der wir ein kleines Stück stadtwärts folgen. An der Weiherstraße (erste Straße links) biegen wir links ab, überschreiten den Wetzbach und gelangen bei "Grosche-Jakobs-Weiher" auf die Solmser Straße, der wir nach links folgen.

Nach ca. 50 m auf der rechten Seite führt der Weg bergauf in Richtung Kalsmunt. Vom Kalsmunt kann man den Blick auf die Altstadt und das Lahntal genießen.

Dann wandern wir am Kalsmunt-Westhang hinunter zur Ernst-Leitz-Straße, der wir ein kleines Stück stadtauswärts folgen. Bei der "Starken Weide" überqueren wir den Mühlgraben und wandern am Stadion entlang zur Lahninsel, wo wir noch einmal, bevor wir zur Colchester-Anlage zurückkehren und einen schönen Blick auf die romantisch über der alten Lahnbrücke aufragende Altstadt und den Dom haben.

Die Geschichte der vier Türme

Zur Einführung: Landhege

Der sogenannte "Bismarckturm" ist die ehemalige Garbenheimer Warte, einer der beiden Wachttürme, durch die Wetzlar im Mittelalter bewacht und geschützt wurde. Beide Türme waren eingebunden in die Landhege, auch Landwehr genannt, die in 15 km Länge die alte Reichsstadt umzog. Sie bestand aus Doppelgräben mit Wällen, Hecken, Hohlwegen oder Wasserabläufen. Die auf den beiden Feldwarten postierten Wächter hatten Blickverbindung mit den Wachen auf dem Bergfried des Kalsmunts, dem Obertorturm und dem Domturm und meldeten die sich nähernden Feinde oder auch Freunde der Stadt.

Blick auf den Bismarckturm
Bismarckturm - Garbenheimer Warte © Tourist-Information Wetzlar

Garbenheimer Warte (Bismarckturm)

Die Garbenheimer Warte, die schon 1938 "die alte Warte" genannt wurde und deren Vorgängerbau bei Ausgrabungen auf dem Warthügel zutage trat, wurde wohl zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtet. Bereits in der frühen Neuzeit in ihrer Funktion unnötig geworden, wurde die Garbenheimer Warte im Rahmen der allgemeinen Bismarck-Verehrung 1900/1901 zum "Bismarckturm" umgestaltet. Als solcher steht der Turm in einer langen Reihe ähnlicher Denkmäler in ganz Deutschland. Für die Umwandlung des alten Wartenstumpfs in einen Gedenkturm für den "Eisernen Kanzler" verwendete man Steine, die beim Abbruch der Stadtmauer angefallen waren und die dem Turm das gewünschte Aussehen gaben.

Blick auf die Brühlsbacher Warte
Brühlsbacher Warte © Tourist-Information Wetzlar

Brühlsbacher Warte

Die Brühlsbacher Warte, die die Straße von Frankfurt nach Köln beherrschte, wird wegen ihrer kegelförmigen Spitze im Wetzlarer Volksmund "Bleistift" genannt. Die erste, im 13. Jahrhundert gebaute Brühlsbacher Warte wurde 1391 während einer Fehde zerstört. Kurz darauf wurde unmittelbar neben dem Stumpf des alten Turmes die jetzige Warte von den Wetzlarern errichtet. 1912 wurde die Brühlsbacher Warte vom Taunusclub zum Aussichtsturm umgestaltet.


Stoppelbergturm

Der Turm auf dem 402 m hohen Stoppelberg wurde 1929 errichtet und ersetzte einen hölzernen Aussichtsturm. Wie zahlreiche Funde zeigen, haben sich schon seit dem Mesolithikum (10.000 bis 4.500 v. Chr.) Menschen auf und in dem Gebiet um den Stoppelberg aufgehalten.

Wanderer auf dem Kalsmunt
Blick vom Kalsmunt auf Wetzlar © Dominik Ketz

Kalsmuntturm

Der Kalsmuntturm ist der Bergfried der ehemaligen Reichsburg Kalsmunt, die Ende des 12. Jahrhunderts zum Schutz der aufstrebenden Reichsstadt Wetzlar errichtet wurde. Sie diente als nördlicher Abschluss des kaiserlichen Territoriums in der Wetterau und schützte die wichtige Handelsstraße Köln-Frankfurt. Der strategisch günstig übereck auf dem Burgplateau platzierte 11 m hohe quadratische Turmstumpf mit 3 m dicken Mauern zeigt die typischen Buckelquader der Stauferzeit.

Geführte Wanderungen

Bildergalerie