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Deckblatt Flyer Integrationspreis 2019
© Stadt Wetzlar

Integrationspreis 2019

Integration ist und bleibt ein wichtiges Thema zur Gestaltung einer wertschätzenden und toleranten Kultur des gesellschaftlichen Lebens in Wetzlar. Ob dies gelingt, hängt nicht selten vom persönlichen Engagement aktiver Bürgerinnen und Bürger ab.

Mit der Auslobung des Integrationspreises möchte die Stadt diejenigen Aktivitäten von Vereinen, Institutionen, Initiativen und Privatpersonen würdigen, die im Wetzlarer Integrationsprozess beispielgebend sind.

Der Preis ist mit 1.500,00  Euro dotiert und ist prinzipiell teilbar. Über seine Vergabe entscheidet eine Jury, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung, des Ausländerbeirates, des Interkulturellen Rates und des Stadtjugendrings zusammensetzt.

Dass in Wetzlar bereits viel geleistet wird, soll die öffentliche Verleihung des Integrationspreises auf der jährlich stattfindenden Wetzlarer Integrationskonferenz sichtbar machen. Gleichzeitig soll der Preis aber auch dazu einladen, sich mit eigenen Projektideen für ein positives Miteinander und Chancengerechtigkeit einzusetzen.


Integrationspreis 2018
Integrationspreis 2018 © Stadt Wetzlar

Integrationspreis 2018

Zum fünften Mal fand am Dienstag, 25. September 2018, im Wetzlarer Rathaus die Integrationskonferenz der Stadt Wetzlar statt. 

Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) konnte rund 100 Teilnehmer begrüßen, die sich dem Schwerpunktthema „Migration und Integration: Perspektiven von Frauen/Perspektiven für Frauen“ widmeten.
Wagner sagte, es gebe nach wie vor Handlungsbedarf für einen gelingenden Integrationsprozess sowohl in der aufnehmenden Gesellschaft als auch bei den Migranten. Er rief dazu auf, denen zu widersprechen, die „unsere Errungenschaften bei der Integration diskreditieren“. Er sei sicher, dass das Gros der Gesellschaft für eine solidarische Gesellschaft eintrete. Das Stadtoberhaupt begrüßte es, dass die Konferenz die Rolle von Frauen bei der Migration beleuchte und den Fokus auf die Lebenssituation von Frauen richte.

Der Anteil der Frauen und Mädchen an den Flüchtlingen betrage 40 Prozent, jedoch seien nur 20 Prozent der weiblichen Migranten erwerbstätig oder in Ausbildung, während es bei den Männern 60 Prozent seien. Der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), sagte, Teilhabe sei das Kernziel der Integrationspolitik. Wenn Migranten fair behandelt würden, sei sie eher bereit, der aufnehmenden Gesellschaft etwas zurückzugeben. Ein Lob sprach der Staatssekretär der Stadt Wetzlar aus: Sie sei vorbildlich bei der Umsetzung der Integrationsziele und der interkulturellen Öffnung der Kommune.

Zum dritten Mal wurde bei der Konferenz der mit 1.500 Euro dotierte Integrationspreis verliehen. Er geht zu gleichen Teilen an die „Nähwelt“ für Frauen der Flüchtlingshilfe Mittelhessen und an den Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Garbenheim. Die „Nähwelt“ unter Leitung von Gila Gertz leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur Integration von geflüchteten Frauen in Wetzlar, so die Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Ingrid Knell, in ihrer Laudatio. In dem Projekt könnten Frauen nicht nur das Nähen erlernen, sondern auch Sprachkenntnisse erwerben und Kontakte knüpfen. Viele der teilnehmenden Frauen, die meist aus Syrien, Eritrea und Afghanistan stammen, seien aus jahrelanger Isolation herausgeholt worden. Die evangelische Domgemeinde Wetzlar hat der „Nähwelt“ Räume im Gemeindehaus zur Verfügung gestellt, wo sie über elf Arbeitsplätze mit Nähmaschinen verfügt.

Praktische Hilfe für Flüchtlinge bietet auch der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe im Stadtteil Garbenheim an. Die Geflüchteten in Garbenheim werden bei alltäglich Aufgaben unterstützt wie Behördengängen, Arztbesuchen, bei der Abfallentsorgung, Jobsuche, Wohnungssuche, Kontakt zu Sportvereinen und Kirchengemeinden oder Schuldnerberatung. Auch würden gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Kochen oder Ausflüge durchgeführt. Damit erleichtere der Arbeitskreis den Flüchtlingen das Ankommen in Wetzlar und binde sie in das Stadtteilleben ein.