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19.05.2026 - Die Städtischen Museen Wetzlar laden am Freitag, 22. Mai, um 18 Uhr zur Eröffnung einer Sonderausstellung über die Fotografin und Autorin Germaine Krull (1897-1985) ins Stadtmuseum, Lottestraße 8-10, ein.
Autorin unbekannt, GKrull Kriegskorrespondentin, 1944 Sonderausstellung
Germaine Krull 1944 in Belfort als Kriegskorrespondentin. © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen

Die Städtischen Museen zeigen diese Schau zusammen mit dem Wetzlarer Kunstverein und in Kooperation mit dem Museum Folkwang Essen.

Germaine Krull verbrachte ihre letzten Lebensjahre, vermittelt durch ihre Schwester Berthe, in Wetzlar. Seit 1995 befindet sich ihr Nachlass im Museum Folkwang in Essen. Das Ausstellungskonzept aus Essen wurde von den Kuratoren Thomas Seelig, Petra Steinhardt (Museum Folkwang, Fotografische Sammlung) und Kerstin Meincke (Universität Duisburg/Essen) erarbeitet und hier vor Ort den räumlichen Gegebenheiten des Stadtmuseums und des Kunstvereins in Wetzlar angepasst. Die Sonderausstellung legt den Schwerpunkt auf die Wechselwirkung des publizistischen und fotografischen Werks von Germaine Krull und leistet einen bedeutenden Forschungsbeitrag.


Germaine Krull, Clochard, Paris, 1928 Sonderausstellung Germaine Krull
Clochard, Paris, 1928 © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen

Wie das Museum Folkwang erläutert, umfasst der Nachlass von Germaine Krull neben Abzügen, Negativen und Publikationen auch ein umfangreiches publizistisches OEuvre. Dazu gehören (auto)biografische und (auto)fiktionale Texte, (Foto-)Bücher und Maquetten, Briefe und politische Berichte oder Reportagen. Als erweiterter Zugang zum künstlerischen Vermächtnis Germaine Krulls wird dieses publizistische OEuvre jetzt in wesentlichen Teilen sichtbar. Angesichts der Tatsache, dass das Schreiben sämtliche Schaffensphasen der Künstlerin begleitete, rückt mit dieser Ausrichtung, ergänzend zu den avantgardistischen Arbeiten der 1920er und 1930er Jahre, auch die fotografische Praxis jener Schaffensphasen in den Blick, die von der Forschung bisher nur marginal berücksichtigt wurden.

Mit dem Werk ab Beginn des Zweiten Weltkriegs, nach der dauerhaften Abkehr von Europa entstanden, eröffnet das Ausstellungs- und Publikationsprojekt auch eine neue transkulturelle Perspektive auf das Leben und auf die künstlerische Arbeit Germaine Krulls.“ Zur Ausstellung findet ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Vorträgen, Workshops und Führungen statt, welches sowohl beide Ausstellungsorte als auch den Stadtraum Wetzlars einbezieht.

Chien Fou Silpagram, um 1962 Sonderausstellung Germaine Krull
Silpagram, um 1962 © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen
Autorin unbekannt_GKrull mit der Contax Sonderausstellung Germaine Krull
Germaine Krull mit der Contax, um 1932 © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen
Hans Basler, Portrait Germaine Krull, Berlin, 1922 Sonderausstellung
Hans Basler, Portrait Germaine Krull, Berlin, 1922 © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen

Sonderausstellung in Kooperation mit:

Logo Museum Folkwang Sonderausstellung Germaine Krull
© Museum Folkwang, Essen
Logo Kunstverein Sonderausstellung Germaine Krull
© Kunstverein Wetzlar