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05.05.2026 - Nach der Absage der Ortsbeiratswahl im Wetzlarer Stadtteil Blasbach mangels einer ausreichenden Zahl an Kandidaten hat am Dienstag, 21. April, ein erstes Gespräch von Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) mit Vertretern aus Blasbach im Rathaus stattgefunden, um die Interessen des Stadtteils in den kommenden fünf Jahren auch ohne Ortsbeirat zu wahren.
Beteiligungsgremium ersetzt Ortsbeirat in Blasbach
Freuen sich über eine Interessenvertretung für Blasbach: v.l. Pfarrer Björn Heymer, Nils Ströhmann, Annette Schmidt, Ursula Gerth, Dirk Buchner, Pascal Hörbel, Christiane Debus, Christopher Schäfer und Oberbürgermeister Manfred Wagner. © Stadt Wetzlar

Eingeladen waren die verbliebenen ehemaligen Bewerber um ein Mandat im Ortsbeirat und Vereinsvertreter der Blasbacher Vereine sowie der zuständige Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde. Vereinbart wurde die Bildung eines Gremiums aus elf Blasbacher Einwohnern, das sich vierteljährlich trifft und alle relevanten Belange des Stadtteils in dieser Runde berät. Vertreten sind neben den ehemaligen Listenbewerbern von FWG und SPD der Heimatverein Blasbach, der Westerwaldverein, der Feuerwehrverein, der TSV Blasbach 1914, der Verein „Kinder in Blasbach“ und die evangelische Kirchengemeinde.

Auch über die Verwendung der Finanzmittel, die dem Ortsbeirat bisher zur Verfügung standen, soll dieses Gremium künftig entscheiden. Für 2026 hatte der Ortsbeirat noch in seiner letzten Sitzung am 26. März die Verwendung der heimatpflegerischen Mittel beschlossen. Die Einladung zu den Sitzungen erfolgt durch das städtische Amt für Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit. Weiterhin wurde vereinbart, dass in Blasbach unter der Regie des Gremiums ein Stadtteilbriefkasten („Kümmerkasten“) aufgestellt wird, in den Einwohner ihre schriftlichen Anfragen und Anliegen einwerfen können.

Oberbürgermeister Wagner zeigte sich erfreut, dass es gelungen sei, im Konsens ein Beteiligungsgremium für den Stadtteil Blasbach ins Leben zu rufen, das die Interessen des Stadtteils vertreten und die Zeit ohne Ortsbeirat überbrücken könne. Er sei zuversichtlich, dass es durch die Arbeit dieses Gremiums gelingen werde, bei der nächsten Kommunalwahl 2031 wieder eine erfolgreiche Ortsbeiratswahl durchzuführen.