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24.11.2022 - Seit 2021 gibt es in Wetzlar die „Task Force wilder Müll“ beim Stadtbetriebsamt. Das bis Ende 2023 befristete Projekt ist so erfolgreich, dass es bereits jetzt bis 2025 verlängert wurde.

Zwei Mitarbeiter, die beim „Internationalen Bund“ (IB) angestellt sind, kümmern sich darum, wild lagernde Abfälle einzusammeln, Fundstellen zu dokumentieren, Hinweise zu sichern und tragen dazu bei, Verursacher dingfest zu machen. Ziel ist es, von Bürgern gemeldete wilde Ablagerungen innerhalb von 24 Stunden zu beseitigen und die Kosten dem Verursacher in Rechnung zu stellen, sofern dieser ermittelt werden kann. Die Stadt Wetzlar trägt für das Projekt die Sach- und Personalkosten.

Eingesetzt wurden Langzeitarbeitslose, die damit wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Illegale Müllablagerungen hatten in den vergangenen Jahren in Wetzlar stark zugenommen, vom Sperrmüll über Autoreifen bis zum Bauschutt. Sie waren oftmals in der Nähe von Altglascontainern zu finden, aber auch im Stadtwald und in der freien Landschaft.

Der Magistrat hat das beliebte Projekt jetzt bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Die Resonanz aus der Bürgerschaft sei sehr positiv, so die Begründung, der Pritschenwagen der Task Force mit seinem orange-blauen Emblem ist offenbar auf seinen Touren durch Wetzlar bei den Einwohnern gern gesehen. Auch die ZDF-Sendung „37 Grad“ hat bereits eine Reportage über die Eingreiftruppe ausgestrahlt. Für Umweltdezernent Norbert Kortlüke (Grüne) ist das Projekt eine Erfolgsgeschichte.

Das Stadtbild und die Landschaft in Wetzlar seien in den vergangenen zwei Jahren deutlich sauberer geworden, auch Brennpunkte für illegale Ablagerungen habe man besser im Blick. Zudem seien die Kosten für die Stadt Wetzlar, die monatlich zwischen 3.000 und 5.000 Euro betragen, überschaubar. Die Verlängerung des Vertrags mit dem IB sei daher die richtige Entscheidung.