Sprungmarken
Suche
Suche

26.04.2021 - Die Stiftung für Mensch und Umwelt hat zum bundesweiten Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen!“ aufgerufen. Die Auszubildenden des Stadtbetriebsamtes der Stadt Wetzlar haben diesen Aufruf zum Anlass genommen, in verschiedenen Projekten im Stadtgebiet etwas für Insekten zu tun.
Foto der Beteiligten am neuen Lebensraum für die Bienen
v. l.: Erik Bade (Leiter Stadtbetriebsamt), Rainer Hasse (Sachgebietsleiter Friedhöfe), Leon Martiné, Sebastian Rauch, Umweltdezernent Norbert Kortlüke, Christopher Frieling, Marcel Helwig, Jutta Biermann (Leiterin Amt für Umwelt und Naturschutz)
Blick auf die neue Tränke
Blick auf die neue Tränke, die künftig Insekten und Biene als Wasserquelle dienen soll und Material für den Nistbau bereithält

Mosaik aus verschiedenen Materialien

Eines dieser Projekte befindet sich auf dem Neuen Friedhof. Auf einer 84 Quadratmeter großen Fläche gegenüber der Kapelle wurde Lebensraum für Bienen geschaffen. 

In der Planungsphase sammelten die Auszubildenden gemeinsam mit dem zuständigen Dezernenten Norbert Kortlüke, der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt, der Ausbildungsleitung und der Abteilung Friedhöfe des Stadtbetriebsamtes Gedanken und Ideen, die dann zusammengestellt und anschließend umgesetzt wurden.
Beim Anlegen der Fläche ist ein Mosaik aus verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Lebensbereichen entstanden, das Insekten und Bienen neben Nahrung und Lebensraum auch Nistgelegenheiten anbietet. Die verwendeten Materialien sind überwiegend recycelt. Die Auszubildenden haben sich auf den Lagerplätzen des Stadtbetriebsamtes umgesehen und Baureste für das Projekt zusammengestellt. So findet sich hier eine Trockenmauer aus unterschiedlichen Steinarten (z.B. Basalt, Granit, Sand- und Kalkstein), die aus ehemaligen Grabsteinen und Findlingen zusammengesetzt ist.

Blick auf die neue Anlage, an der derzeit noch gearbeitet wird.
Blick auf die neue Anlage, an der derzeit noch gearbeitet wird

Stauden und Wildsaat runden das Projekt ab

Unterbrochen und ergänzt wird die Mauer mit Totholz aus gefällten Bäumen. In das Holz wurden Löcher gebohrt, um Wildbienen als Nistplatz zu dienen. Breite Fugen bieten Schutz und Lebensraum für Kleinsäuger. Zudem wurde eine Wasserstelle eingerichtet, die mit Lehm aus einer ehemaligen Lehmkuhle und Kies ausgekleidet wurde, um Insekten, Vögeln und Kleinsäugern als Wasserquelle zu dienen und ihnen Material für den Nestbau zu liefern. Vervollständigt wird die Fläche durch eine Staudenpflanzung mit heimischen Stauden und einer Wildsaatmischung, die für den trockenen Saum ausgelegt ist. Diese rundet durch ihre volle Blüte das Projekt ab und soll die Friedhofsbesucher inspirieren, ähnliche Projekte im eigenen Garten umzusetzen und das Verständnis für die Insektenwelt zu wecken.

Nach Fertigstellung des Projektes wird ein Flyer erstellt, der die Anlage für den Besucher erklärt.