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17.02.2021 - Um die Qualität unserer Gewässer und des Grundwassers zu verbessern ist im Jahr 2000 die Europäische Wasserrahmenrichtlinie in Kraft getreten.
Gewässer

Ziel dieser Richtlinie ist es, die Oberflächengewässer in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu versetzen, das Grundwasser soll einen guten mengenmäßigen und chemischen Zustand aufweisen.

Um diese Ziele zu erreichen und somit den Lebensraum von Fischen, Insekten und Pflanzen in und am Wasser zu verbessern und zu erhalten, werden von den Ländern Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie aufgestellt.

Diese müssen alle sechs Jahre überarbeitet und fortgeschrieben werden. Aktuell steht die Fortschreibung für den Zeitraum 2021 bis 2027 an, die Entwürfe wurden vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 22.12.2020 veröffentlicht und neben den Kommunen und verschiedenen Verbänden als Maßnahmenträger sind auch alle Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, zu den Entwürfen bis zum 22.06.2021 Stellung zu nehmen.

Die Entwürfe von Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm 2021 bis 2027 zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie können im Internet unter www.flussgebiete.hessen.de heruntergeladen sowie eine digitale Stellungnahme abgegeben werden. Die Dokumente werden außerdem im Hessischen Umweltministerium und den drei Regierungspräsidien an den Standorten Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Gießen, Bad Hersfeld und Kassel zur Einsicht ausgelegt. Postalische Stellungnahmen können bis zum 22. Juni 2021 an Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Referat III 1, Mainzer Straße 80, 65189 Wiesbaden gerichtet werden. Die eingegangenen Stellungnahmen werden geprüft und der Bewirtschaftungsplan und das Maßnahmenprogramm daraufhin überarbeitet. Ende 2021 sollen diese veröffentlicht werden.

„Die Erreichung dieser Ziele wird aktuell wichtiger denn je, da naturnahe Flüsse und Bäche und ihre Auen neben ihrem Beitrag zur Biodiversität auch eine wichtige Rolle im Klimaschutz sowie in der Anpassung an den Klimawandel spielen. Gewässer mit intakter Auenlandschaft können vor extremen Überschwemmungen schützen, sie erhalten die Bodenfruchtbarkeit und  Auenböden binden Treibhausgase und reinigen das Grundwasser. Die Auen zählen zu den Lebensräumen mit der höchsten Artenvielfalt in Mitteleuropa. Naturnahe Gewässer und ihre Auen bieten somit vielen Arten einen Lebensraum und dienen gleichzeitig dem vorsorgenden Hochwasserschutz, da sie bei Starkregenereignissen Wasser in der Fläche zurückhalten und somit den Abfluss verzögern. Damit werden Hochwasserspitzen abgemildert. Gleichzeitig stellen sie für überhitze Siedlungsgebiete durch Verdunstung und Frischluftzufuhr eine wichtige klimatische Ausgleichsfunktion dar“ erklärt Umweltdezernent Norbert Kortlüke und hebt damit die Synergien zwischen Gewässerschutz und Klimawandelanpassung hervor.

Weitere Informationen zur Offenlage und zur Wasserrahmenrichtlinie in Hessen