Sprungmarken
Suche
Suche

30.03.2020 - Der Magistrat der Stadt Wetzlar hat beschlossen, die Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung, das heißt für Krippe, Kindergarten, Hort und für öffentlich geförderte Kindertagespflege, für den Monat April zu stunden und dem Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Stadtverordnetenversammlung einen Verzicht auf die Erhebung zu empfehlen, da dieser noch über die endgültige Aussetzung der Gebührenpflicht entscheiden muss.

„Dies ist ein wichtiges Signal des Magistrats an die Wetzlarer Eltern“, erklärt Oberbürgermeister Manfred Wagner. „Uns war wichtig, einen unbürokratischen Weg zu finden, um die finanzielle Belastung der Eltern von über 2.000 Kindern in der Stadt, die sich aus der aktuell besonderen Situation ergibt, zu vermindern". Die Kitas sind seit dem 16. März wegen der Corona-Epidemie nur noch für eine Notbetreuung geöffnet, die auf Kinder für Land Hessen festgelegte Berufsgruppen beschränkt ist.

Weiterhin empfiehlt der Magistrat den freien Trägern von Kindertagesstätten, ebenfalls auf die Gebühren im April zu verzichten. Tagesmütter sollen ab 16. März auf der Grundlage der durchschnittlichen Betreuungszeiten der vergangenen drei Monate bezahlt werden. Kindertagespflegestellen sind ein wichtiger struktureller Baustein in der Stadt, um die Kindertagesbetreuung zu gewährleisten, die bisher allerdings nur dann finanziell vergütet wird, wenn auch tatsächlich Betreuung stattfindet. Mit den Verordnungen des Landes könnten sich für Tagespflegepersonen zum Teil existenzbedrohende Konstellationen ergeben, die es zu verhindern gilt. Zumal sich die Tagespflegepersonen aktuell in die Notbetreuung von Kindern einbringen. Wann Kinderbetreuung wieder im ursprünglichen Sinne stattfinden kann, ist noch unklar. Bisher ist die Schließung vom Land per Verordnung bis zum 19. April befristet.