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14.02.2020 - Mehr als 100 Interessierte aus der Jugendhilfe, der Wetzlarer Stadtverordnetenversammlung, der Schule für Erziehungshilfe, des regionalen Beratungs- und Förderzentrums sowie des Staatlichen Schulamtes, des Landgerichts Limburg sowie der Vitos Kinder- und Jugendpsychiatrie haben am Dienstag, 11. Februar, am Fachtag zum Thema „Kinder als Opfer und Zeugen häuslicher Gewalt“ im Neuen Rathaus in Wetzlar teilgenommen.
100 Teilnehmer beim Fachtag Häusliche Gewalt
Mehr als 100 Teilnehmer hatte der Fachtag zum Thema Häusliche Gewalt.
Die Veranstaltung wurde ausgerichtet vom Jugendamt der Stadt Wetzlar in Kooperation mit der Unterarbeitsgruppe des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt des Lahn-Dill-Kreises. Stadtrat Jörg Kratkey (SPD) eröffnete die Veranstaltung und wies darauf hin, dass das Thema der häuslichen Gewalt immer noch ein Tabuthema sei und meistens täterbezogen diskutiert werde, über das Strafrecht und Sanktionen, die Opfer jedoch meist zu wenig angesprochen seien. „Wir dürfen bei diesem Thema nicht die Augen verschließen, sondern müssen es einerseits kennen und wahrnehmen und andererseits deutlich benennen und uns damit auseinandersetzen, wozu dieser Tag eine Gelegenheit bietet“, sagte Kratkey.
Stadtrat Jörg Kratkey eröffnet den Fachtag zum Thema Häusliche Gewalt
Stadtrat Jörg Kratkey eröffnet den Fachtag zum Thema Häusliche Gewalt
Dr. Petra Kriependorf war Referentin des Fachtages
Referentin Dr. Petra Kriependorf

Referentin des Fachtages war Dr. Petra Kriependorf, seit Oktober 2019 leitende Psychologin, psychologische Psychotherapeutin und Traumatherapeutin am BG Klinikum Duisburg. Zu den Programminhalten gehörten folgende Schwerpunkte

  • Kinder als Opfer und Zeugen häuslicher Gewalt (Schwerpunkt elterliche Partnerschaftsgewalt)
  • Gibt es kulturelle, soziale, geschlechtsspezifische Unterschiede?
  • Gibt es eine intergenerationelle Weitegabe traumatischer Erfahrungen als Folge häuslicher Gewalt (aktiv durch Gewalt und Missbrauch, passiv durch Nichtsehen und Geschehenlassen)?
  • Welche Auswirkungen kann häusliche Gewalt auf die Kinder und späteren Erwachsenen haben?
  • Typische Reaktionen der Kinder als Wege aus der Ohnmacht
  • Mögliche Reaktionen der Kinder auf die Intervention (durch Polizei, Jugendamt, Familiengericht, Staatsanwaltschaft..)
  • Möglichkeiten, aber auch Grenzen von Beratung (Basisstrategien für Fachkräfte in Kita, Schule, Jugendamt, Beratungsstellen..) 
Mehr als 100 Teilnehmer hatte der Fachtag zum Thema Häusliche Gewalt
Mehr als 100 Teilnehmer hatte der Fachtag zum Thema Häusliche Gewalt.
Referentin Dr. Petra Kriependorf
Referentin Dr. Petra Kriependorf