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06.01.2020 - Am 29. März 2020 jährt sich der Einmarsch der amerikanischen Truppen in Wetzlar zum 75. Mal.
Hier arbeitet die Stadtverwaltung
Ein Foto aus der Nachkriegszeit, das in Niedergirmes entstanden ist.

Anlässlich dieses Datums plant das Historische Archiv der Stadt Wetzlar eine Fotoausstellung. Dabei sollen nicht nur die bekannten Fotos des zerstörten Wetzlars gezeigt werden, es sollen möglichst auch wenig bekannte Fotos aus dem Alltag der Bevölkerung gezeigt werden.
Für folgende Bereiche des Alltages werden geeignete Fotos gesucht:
- In welchem Zustand waren die Wohnungen?
- Was würde gegessen, bzw. von Interesse wären Aufnahmen von Essensausgaben, Schulspeisungen etc.?
- Wie sahen spezielle Gebrauchsgüter der unmittelbaren Nachkriegszeit aus?
- Gab es in Wetzlar einen Schwarzmarkt und gibt es hiervon Fotografien?
- Wie sah der Alltag der Menschen in Schule und am Arbeitsplatz aus?
Der Einmarsch der Amerikaner bedeutete für die Fremd- und Zwangsarbeiter die Befreiung von ihrer Zwangsverschleppung und Gefangenschaft. Hieraus ergeben sich zwei Fragen:
- Gibt es noch Aufnahmen von Lagern, in denen die Zwangsarbeiter zur Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes inhaftiert waren?
- Wo und wie wurden die ehemaligen Zwangsarbeiter bis zu ihrer Rückkehr in ihre Heimat untergebracht? Gibt es Fotografien, die das Lagerleben zeigen?
Im September 1946 hatte die amerikanische Militärregierung in einer ehemaligen Wehrmachtskaserne am Rande von Wetzlar ein Lager für jüdische Displaced Persons (DP), also entwurzelte und verschleppte Menschen, eingerichtet. Die westlichen Alliierten – insbesondere die US-Militärregierung – gewährte den hier internierten Menschen weitreichende Selbstbestimmungsrechte.
- Gibt es Fotos, welche die verschiedenen Aspekte des Lagerlebens zeigen?
Das Stadtarchiv bittet darum, noch vorhandene Fotos für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Kontakt für Rückfragen: Christoph Franke, Historisches Archiv der Stadt Wetzlar, Hauser Gasse 17, 35578 Wetzlar, Tel. 06441-991080, E-Mail: christoph.frankewetzlarde.