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28.07.2020 - Mit einem Maßnahmenpaket will die Stadt Wetzlar die Lage auf der Lahninsel im Stadtteil Naunheim weiter entspannen.
Lahninsel Naunheim
Grillen ist nur auf den vorgesehenen Plätzen erlaubt: Ordnungsdezernent Jörg Kratkey (vorne) und Umweltdezernent Norbert Kortlüke (2.v.r.) weisen mit Vertretern des Ordnungsamtes und des Stadtbetriebsamtes auf die Regeln der Naunheimer Lahninsel hin

Die Grünanlage im Landschaftsschutzgebiet hatte sich bei Sommerwetter zu einem Anziehungspunkt für grillende und feiernde Menschengruppen entwickelt, auch weit über den Ortsteil hinaus. Als die Situation im vergangenen Jahr mit Vermüllung, illegalem Autofahren und Grillen in der freien Landschaft eskalierte, hatte die Stadt Wetzlar einen Sicherheitsdienst engagiert, um Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Dieser Sicherheitsdienst wird auch weiterhin eingesetzt. Er patrouilliert zweimal wöchentlich meist am Wochenende, sorgt für Ordnung, klärt Besucher auf und weist auf Verbote hin.

Auch die städtische Ordnungspolizei kommt zur Unterstützung hinzu. „Vielfach wissen die Besucher nicht, dass sie sich in einem Landschaftsschutzgebiet befinden, wo besondere Regeln gelten“, sagt Ordnungsdezernent Jörg Kratkey (SPD).

Großformatige Schilder erklären an den Zugängen jetzt diese Regeln auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Russisch. Auf der Wiese hinter dem Spielplatz wurden zehn befestigte Steinplätze angelegt, die zum Grillen benutzt werden können. Außerhalb dieser Plätze ist das Grillen untersagt. Weiterhin wurden extra große Müllcontainer aufgestellt. Öffentliche Toiletten wurden im nahegelegenen Sportlerheim eingerichtet.

Auch die Einzäunung des Sportplatzes des TuS Naunheim habe zur Verbesserung der Lage beigetragen, berichtet Ortsvorsteherin Andrea Volk (SPD). Auf dem Fußballfeld waren in der Vergangenheit immer wieder Scherben gefunden worden. Ein Nadelöhr ist der schmale Naunheimer Steg, der als Zugang dient und auf dem sich Fußgänger und Radfahrer drängen. Dieser solle 2022 durch einen breiteren Brückenneubau ersetzt werden, der Platz bietet, um Fußgänger und Radfahrer zu trennen, berichtet Thomas Hemmelmann, Leiter des Büros des Baudezernats.