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12.06.2020 - Die Stadt Wetzlar möchte die Streuobstwiesen im Stadtgebiet erfassen und fördern.
Foto Streuobstwiesen
Günter Schwab (l.), Geschäftsführer der LPG, mit Projektleiterin Anna-Lena Sander und Umweltdezernent Norbert Kortlüke

Denn die Obstbaumbestände, die prägend sind für die heimische Kulturlandschaft und Artenvielfalt, befinden sich oftmals in einem schlechten Pflegezustand, sind überaltert oder bereits verschwunden. Um die vorhandenen Bestände zu erfassen und Maßnahmen zur Verbesserung einzuleiten, hat jetzt das Land Hessen eine Förderzusage von rund 100.000 Euro im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur“ erteilt, wie Umweltdezernent Norbert Kortlüke (Grüne) mitteilte. Das Projekt wird von der Landschaftspflegevereinigung Lahn-Dill (LPV) in Zusammenarbeit mit Gartenbau- und Naturschutzvereinen durchgeführt.

In den nächsten Wochen und Monaten werden die kommunalen Streuobstbestände und Magerwiesen erfasst und deren Zustand dokumentiert. Um genau kartieren zu können, müssen die Wiesen betreten werden. Alle Privateigentümer oder Bewirtschafter von Streuobstwiesen, die Interesse an Maßnahmen auf ihren Flächen haben, können sich bei der LPV melden. Auch diese Flächen können dann in die Förderung aufgenommen werden. Mögliche Maßnahmen sind:

  • Schnitte an den Obstbäumen,
  • Nachpflanzungen auf bereits bestehenden Streuobstflächen,
  • Entbuschungen von Streuobstbeständen und Magerwiesen und
  • Entfilzung/Entmoosung von Magerwiesen.

Wenn eine Fläche aufgenommen werden soll, wird um Angabe der Gemarkung, Flurnummer, Flurstücksnummer per E-Mail an sanderlpv-lahn-dillde oder unter der Telefonnummer 0151/72150893 gebeten. Die Flächen werden dann im Rahmen des Projektes mitkartiert und Maßnahmenvorschläge entworfen. Das Projektgebiet umfasst zunächst die Stadtteile Blasbach, Naunheim, Steindorf, Dutenhofen und Münchholzhausen. Die anderen Stadtteile sollen voraussichtlich im zweiten Schritt kartiert werden. Es werden jedoch bereits jetzt Informationen für ganz Wetzlar gesammelt. Auch Hinweise zum Standort alter Sorten oder sonstige Informationen nimmt die LPV gerne entgegen.