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03.06.2020 - Die Longlist für den seit 1984 vergebenen und mit 4.000 Euro dotierten Phantastikpreis der Stadt Wetzlar steht fest. Zehn Titel aus den unterschiedlichsten Spielarten der Phantastik werden zu Zeit eingehend von der Fachjury geprüft.
Longlist Phantastikpreis

Mit dabei sind bekannte Namen des Genres wie Christian von Aster oder Oliver Plaschka. Mit Zoran Drvenkar ist sogar ein ehemaliger Preisträger (2003) vertreten. Aber auch Neulinge des Genres haben es auf die Liste geschafft, so etwa Ulrich Tukur, der sich mit einem ersten Roman ins phantastische Genre vorwagt.

Darüber hinaus konnten auch zwei Selfpublisher bei der Vorauswahl überzeugen. „In diesem Jahr hatten wir mit über sechzig Titeln noch mehr Einreichungen als im vergangenen Jahr“, erklärt Klaudia Seibel, Mitarbeiterin der Phantastischen Bibliothek Wetzlar und seit 2019 Koordinatorin des Preises. „Uns fällt dabei auf, dass Selbstverleger sich nicht mehr vor den großen Verlagen zu verstecken brauchen. Da gibt es einige überzeugende Texte.“

33 Mal wurde der Phantastikpreis der Stadt Wetzlar bereits verliehen, darunter an Carl Amery, Cornelia Funke, Wolfgang und Heike Hohlbein sowie Walter Moers; im vergangenen Jahr ging er an Antje Wagner. Der Preis würdigt phantastische Romane, die in deutscher Sprache verfasst wurden und erstmals in Printform erscheinen.

In der zweiten Julihälfte wird die Fachjury die Entscheidung über die Shortlist treffen. Der diesjährige Preisträger wird Anfang Juli verkündet; die öffentliche Preisverleihung findet voraussichtlich am 4. September 2020 im Rahmen der 37. „Wetzlarer Tage der Phantastik“ statt – sofern die Veranstaltung unter den gegebenen Umständen durchgeführt werden kann.