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19.06.2020 - Das Domblickbad Wetzlar wird am Montag, 22. Juni, unter strengen Hygiene- und Verhaltensauflagen seine Pforten öffnen. So wurde in den vergangenen Wochen unter Zuhilfenahme der Landesverordnung ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet.
Öffnung Domblickbad
Bäderleiter Dominic Proch (l.), Sportamtsleiter Wendelin Müller und Oberbürgermeister Manfred Wagner stellen den neuen Eingang am Domblickbad während Corona-Zeiten vor

Beschränkung der Besucherzahl

Die Anzahl der Personen, die sich zeitgleich im Freibad Domblick aufhalten, wird auf 430 Personen beschränkt. Die Öffnungszeit erstreckt sich von  8.00 – 20.30 Uhr und wird in verschiedene Zeitfenster (sogenannte Time-Slots) geteilt: 

08.00 – 11.00 Uhr Öffentlichkeit
12.00 – 15.00 Uhr Öffentlichkeit
16.00 – 19.00 Uhr Öffentlichkeit
19.30 – 20.30 Uhr Vereinsschwimmen 

Die Besucherdatenerfassung und die Zahlung des Eintritts werden durch ein Online-Buchungsverfahren verwaltet. Für jeden Time-Slot werden 400 Tickets freigeschaltet, welche innerhalb des gebuchten Time-Slots gültig und ausschließlich online buchbar sind. Die Online-Buchung bringt den Vorteil, dass im Buchungsverfahren unter Beachtung der Datenschutzbestimmungen die Adress- und Kontaktdaten des Badnutzers erfasst werden, was im Falle der Rückverfolgung einer Infektionskette notwendig sein kann. Ebenfalls entfällt die Nutzung der Bedienfelder am Kassenautomat durch Badkunden. Darüber hinaus verspricht das Online-Verfahren eine schnellere Abwicklung beim Einlass, da die Zugangskontrolle über ein Scannersystem erfolgt.

Bis zu 30 Tickets werden pro Time-Slot über die Handkasse ausgegeben. Der Nutzerkreis für dieses Kontingent wird beschränkt auf Personen, die über keinen Internetzugang verfügen, Inhaber der WetzlarCard, der JULEICA, der Ehrenamtscard und Mitglieder der Wetzlarer Feuerwehr. Auch für diese Zutritte werden unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen Personendaten erfasst. 

Tarife

Freien Eintritt genießen wie bisher Kinder unter 5 Jahren,  Inhaber der Ehrenamtscard, der Juleica und Mitglieder der Wetzlarer Feuerwehr. Alle übrigen Tarife werden um jeweils 0,50 Euro gesenkt. Eine deutlichere Senkung ist trotz der zeitlichen Beschränkung der Badnutzung aus wirtschaftlicher Sicht nicht vertretbar, da die Maßnahmen, die eine Wiedereröffnung ermöglichen, einen erheblichen Mehraufwand darstellen. 

Tarife der Badesaison 2020 in Euro

Einzelkarte Erwachsene: 3,50 Euro
Einzelkarte ermäßigt: 2,50 Euro
Einzelkarte WetzlarCard Erwachsene: 2 Euro
Einzelkarte WetzlarCard, 5-18 Jahre: 1 Euro 

Auf weitere Tarife (Saisonkarte, 10er-Karte, Abendtarif ab 17 Uhr etc.) oder Gutscheine muss ausnahmslos verzichtet werden. Als ermäßigt gelten unverändert Kinder und Jugendliche von 5 bis 18 Jahren, Arbeitslose mit Ausweis, Schwerbehinderte ab 50 %, Schüler, Studenten und Auszubildende, freiwilliges soziales Jahr (FSJ), freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ), Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Die Tickets können ab sofort online gebucht werden unter www.wetzlar.de/schwimmbaeder. Eine Online-Buchung ist jeweils eine Woche im Voraus möglich. Inhaber der WetzlarCard sind hiervon ausgenommen, sie müssen vor Ort bezahlen. 

Eingang/Ausgang

Der Kassen- und Eingangsbereich wird am Tor Richtung Hintergasse installiert. Der Ausgang verbleibt am ursprünglichen Kassenbereich Richtung Karl-Kellner-Ring. Am Ende eines Time-Slots kann durch das Personal zusätzlich das Tor Richtung Hintergasse geöffnet werden.
Im Falle eines Gewitters wird der Time-Slot beendet und alle Badegäste umgehend über das große Tor Richtung Hintergasse und Kassenbereich Karl-Kellner-Ring nach draußen geleitet. 

Weitere Hygienemaßnahmen

Die Sprung- und Rutschanlagen werden nur freigegeben, wenn dies unter Beachtung der Abstandsregeln vertretbar ist. Die Öffnung/Sperrung der Sprung- und Rutschenanlagen obliegt dem Badpersonal.

Es stehen keine Liegestühle zur Verfügung.

 Die Wärmehalle, Umkleiden und behausten Duschen werden im Drei-Stunden-Rhythmus desinfiziert und der Vorgang protokolliert. Sämtliche Griffflächen im geöffneten Bereich werden ebenfalls nach jedem Time-Slot desinfiziert und der Vorgang protokolliert. Die Toiletten werden stündlich desinfiziert und der Vorgang protokolliert. 

Die etwaige Öffnung der Badgastronomie obliegt unter Beachtung der aktuellen Verordnungslage dem Gastronomiebetreiber. 

Im Eingangsbereich, am Sprungturm und an den Rutschen werden Absperrungen und Markierungen zur Wahrung der Abstandsregelungen von 1,50m installiert. Des Weiteren werden Hinweis-Piktogramme in Form von Plakaten an mehreren Stellen ausgehängt. Für kleinere Erste-Hilfe-Maßnahmen wird den Gästen Verbandsmaterial zur Eigennutzung bereitgestellt. Bei allen weiteren Einsätzen durch das Personal ist der Einsatz von Handschuhen und FFP2-Maske Pflicht.

Der Deutschen Rat für Wiederbelebung/German Resuscitation Council (GRC) sagt aus, dass zur Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen im Umfeld der COVID-19-Pandemie auf die Atemspende verzichtet werden kann. Ob diese durchgeführt wird, liegt im Ermessen des Personals. 

Die Begleitung einer erwachsenen Person ist abweichend von der bisherigen Regelung für Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr notwendig. Diese Festlegung soll berücksichtigen, ab wann ein Kind in der Lage ist, den Sinn von Abstandgrenzen zu verstehen und diese auch weitestgehend einzuhalten. 

Vereinssport

Für die Nutzung durch die Wassersport-treibenden Vereine des Bades gelten gesonderte Regelungen. Ein alternativer Trainingsplan liegt den Schwimmsport treibenden Vereinen vor. 

Europabad | Sauna

Das Europabad bleibt wegen der umfangreichen Sanierung der Filteranlage bis ca. Anfang September geschlossen. 

Die Sauna im Europabad wird am Montag, 22. Juni, wieder geöffnet. 

Hinweis

Dass eine Tröpfchenübertragung in einem Freibad ausgeschlossen ist, mag man kaum glauben. Es fließt, platscht und spritzt. Für Wasser gilt aber nach allen medizinischen Erkenntnissen: Eine Infektionsgefahr mit dem Coronavirus durch Übertragung im gechlorten Nass ist ausgeschlossen. „Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik bietet einen weitreichenden Schutz, auch vor unbekannten Organismen und chemischen Stoffen“, lautet daher hierzu die Einschätzung des Umweltbundesamts. Als behüllte Viren seien Coronaviren dabei sogar leichter zu inaktivieren als unbehüllte.