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20.04.2020 - Der Straßen- und Kanalausbau im Dilichviertel tritt mit dem Abschluss des Straßenausbaus der Brühlsbachstraße in einen neuen Bauabschnitt ein. Bis Anfang Mai wird die Brühlsbachstraße asphaltiert, anschließend werden die Bauarbeiten im Bereich der Deiker- und Dilichstraße fortgesetzt, teilt das Tiefbauamt der Stadt Wetzlar mit.
Bauarbeiten Brühlsbachstraße
Bürgermeister Dr. Andreas Viertelhausen (Mitte) verschaffte sich in der Brühlsbachstraße einen Überblick über den Fortgang der Bauarbeiten. © Stadt Wetzlar

Anfang August 2019 begannen die Arbeiten für den Ausbau des Dilichviertels. Bevor mit den eigentlichen Arbeiten für die Stadt Wetzlar begonnen werden konnte, musste eine Wasserhochdruckleitung des Zweckverbandes Mittelhessische Wasserwerke, Gießen, erneuert werden. Die alte Leitung bestand noch aus Grauguss und war mehrere Jahrzehnte alt. Hätte man mit den Kanalbauarbeiten begonnen - gewöhnlich werden zuerst die am tiefsten gelegenen Leitungen saniert - wäre die Gefahr eines Wasserleitungsrohrbruches zu groß gewesen. Die Hochdruckleitung, die einen Hochbehälter speist und die Versorgung des Wetzlarer Klinikums sicherstellt, wäre den Erschütterungen, die beim Verdichten der Gräben zwangsläufig entstehen, nicht gewachsen gewesen. Um aber die Versorgung des Klinikums und des Hochbehälters sicherstellen zu können, wurde zum Beginn der Arbeiten eine Notversorgung eingerichtet.

Erst Mitte Oktober konnten dann die Arbeiten für die Erneuerung der Kanalhaltungen beginnen. Diese waren innerhalb von acht Wochen beendet, sodass die enwag Ende des vergangenen Jahres noch Teile ihres Versorgungsnetzes erneuern konnte. Zeitaufwändig ist bei diesen Arbeiten die Instandsetzung der Hausanschlussleitungen, die die Versorgung der Anwohner sicherstellen. Es wurde eine Vielzahl der Gas-, Wasser- und Stromleitungen an das neue Netz angeschlossen und teilweise bis in die Häuser ausgetauscht.

Witterungsbedingte Ausfälle sorgten für Verzögerungen bei dem vorgesehenen Bauablauf. Teilweise konnten auch wegen den aufgeweichten Böden keine Arbeiten stattfinden.

Mitte März wurde dann mit der Wiederherstellung der Oberflächen begonnen, Arbeiten, dies konnten die Anlieger feststellen, welche relativ zügig vorangehen. Bis dahin mussten die Bewohner lange Zeit Beschwerlichkeiten in Kauf nehmen. Sowohl die Zufahrt zu den Höfen, als auch die Benutzung von Garagen, war über Wochen hinweg nicht möglich. Selbstverständlich gab es immer die Möglichkeit alle Wohnungen fußläufig zu erreichen. Aber durch starke Regenfälle in den ersten Wochen des Jahres 2020 war selbst dies nicht immer entspannt durchführbar, obwohl wiederholt steiniges Material auf die aufgebrochenen Straßenflächen aufgebracht worden war. Parkende Autos von auswärtigen Besuchern erschwerten den Anwohnern die Suche nach einem Parkplatz und sorgten für zusätzlichen Unmut bei den Anwohnern.

Während in spätestens vier Wochen die Anlieger der Brühlsbachstraße wieder geordnete Straßenverhältnisse vorfinden werden, verlagert sich die Bautätigkeit nun in den Bereich der Deiker- und Dilichstraße. Die Carl-Stuhl-Straße bleibt für diese Anwohner als Zu- und Abfahrtsstraße vorerst unangerührt und wird erst als 3. Bauabschnitt ausgebaut. In diesem Ausbaubereich wird die Problematik für parkende Kraftfahrzeuge noch belastender, da dort weder geparkt noch gehalten werden darf. Das Tiefbauamt geht davon aus, dass die Sanierungen in diesem Abschnitt bis Ende August abgeschlossen sind.

Nur im Ausbaubereich der südlichen Brühlsbachstraße wurden bislang rund

  • 3.900 m³ Aushub bewegt

  • 260 m Stahlbetonkanalrohre verlegt

  • 380 m duktile Gussrohre DN 450 eingebaut

  • 1.500 m² Asphaltfahrbahn hergestellt

  • 550 m Bord-und Rinnensteine eingebaut

  • 2.200 m² Betonsteinpflaster verlegt

  • über zwei Kilometer Leerrohre eingebaut

  • und 20 m Kanalsanierungen in geschlossener Bauweise ausgeführt

Die Gesamtkosten, die für diese Arbeiten bislang angefallen sind, belaufen sich auf rund 2.000.000 Euro.