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21.11.2019 - Mit Literatur verschiedene Generationen zusammenbringen. Das ist das Ziel der Veranstaltungsreihe „Mein Lieblingsbuch“, die das Seniorenbüro der Stadt Wetzlar ins Leben gerufen hat.
Mein Lieblingsbuch Gruppenfoto
Lesen verbindet: v.l. Stadtrat Kratkey, Herta Virnich, Angelika Kunkel, Karin Böttcher, Lydia Urban, Susanne Wind, Sylvia Beiser, vorne: Jennifer Liske, Laura Dittmann

Jetzt fand die zweite Lesung in der Stadtbibliothek statt, zu der Stadtrat Jörg Kratkey (SPD) über 60 Zuhörer begrüßen konnte. Dass Lesen und Vorlesen Altersgrenzen überwindet, zeigte sich schon bei den Vortragenden, zwei Schülern und zwei Mitgliedern des Seniorenrates, die ihr Lieblingsbuch vorstellten.

Die 17-jährige Laura Dittmann überraschte das Publikum durch ihre Lesevorlieben. Sie lese nur Bücher, die sie zu Tränen rühren, die sie bewegen und ihr helfen, über das Leben nachzudenken. Ihr Lieblingsbuch war „Wir fliegen, wenn wir fallen“ von Ava Reed. Daraus las sie einen Brief vor, in dem ein Großvater seinem Enkel und einer  jungen Freundin empfiehlt, was sie alles im Leben unbedingt tun sollten.

Jennifer Liske, Schülerin der Theodor-Heuss-Schule im 13. Schuljahr, liest nicht nur gerne, sondern schreibt auch selbst Texte. Sie teilte dem Publikum mit, dass die Harry-Potter-Bücher von J.K. Rowling sie stark beeindruckt haben. Ihr Lieblingsgenre ist die Fantasy.

Herta Virnich erntete einen lang anhaltenden Applaus, als sie erzählte, dass sie bereits zu Beginn des Zweiten Weltkrieges mit ihrer Patin in die städtische Bücherei Wetzlar kam und der Bibliothek seitdem die Treue gehalten hat. Sie stellte das Buch „Die Effingers“ von Gabriele Tergit lebendig mit Stimmmodulationen vor.

Angelika Kunkel, langjährige Buchhändlerin in der Wetzlarer Altstadt,  ermutigte in ihrem Buchtipp dazu, mehr Lyrik zu lesen. Ihr Lieblingsbuch – vorgelesen von Lydia Urban - allerdings ist aus dem Bereich Prosa  „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, in dem der Autor Joachim Meyerhoff humorvoll seine Beziehung zu seinen Großeltern beschreibt.

Nach der Lesung bestand die Gelegenheit, sich beim Brunch über die Lust am Lesen auszutauschen. Aufgrund der guten Resonanz wird die Veranstaltungsreihe im nächsten Jahr fortgeführt.