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07.11.2019 - Der Lahn-Dill-Kreis hat eine Erhöhung der Abfallgebühren angekündigt. Wetzlars Umweltdezernent Norbert Kortlüke (Bündnis '90/Die Grünen) weist darauf hin, dass die kürzlich in der Presse dargelegte Erhöhung für die Bürger zum 1. Januar 2020 nur den Lahn-Dill-Kreis und nicht die Stadt Wetzlar betrifft.

Wie Kortlüke mitteilt, bezieht sich die beabsichtigte Gebührenerhöhung für die Stadt Wetzlar ausschließlich auf die Grund- und Leistungsgebühren, die von der Stadt bzw. vom Eigenbetrieb Stadtreinigung an den Lahn-Dill-Kreis für die dort erbrachten Leistungen zu entrichten sind. Nach der abfallrechtlichen Zuordnung obliegt der Stadt Wetzlar als kreisangehörige Gemeinde die Einsammelpflicht für die im Stadtgebiet angefallenen Abfälle; diese Aufgabe wird von ihr selbst wahrgenommen und wurde nicht – wie im Falle der anderen Kreisgemeinden – auf den Lahn-Dill-Kreis übertragen. Diesen trifft die Entsorgungspflicht, so dass die eingesammelten Abfälle den jeweiligen Anlagen des Kreises anzudienen sind. Durch die unterschiedlichen Aufgaben bedingt bestehen in Stadt und Kreis eigenständige Einsammlungs- und Gebührensysteme und somit unterschiedliche Gebührenrücklagen; diese werden durch die „Polster“ derzeit durch gesenkte Abfallgebühren aufgezehrt.

Ab 2020 sollen nun vom Lahn-Dill-Kreis die dort stark gestiegenen Kosten für die Abfallentsorgung auch der Stadt Wetzlar in Rechnung gestellt werden; durch die noch laufende Abschmelzung der Rücklage müssen diese jedoch derzeit vom Eigenbetrieb Stadtreinigung noch nicht an die Abfallgebührenzahler weitergegeben werden. In welcher Höhe ggf. eine Gebührenerhöhung zu erwarten ist, lässt sich somit derzeit nicht benennen, auch da die Stadt Wetzlar zunächst einen Wirtschaftsprüfer zur Prüfung der Kalkulation der Gebührenerhebung für die Stadt Wetzlar beauftragt hat.