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06.08.2019 - Eines der umfangreichsten und meistdiskutierten Straßen- und Kanalbauprojekte der Stadt Wetzlar ist früher als geplant abgeschlossen.
Freigabe der Ortsdurchfahrt Münchholzhausen
Freie Fahrt: Stadtrat Jörg Kratkey (links) und Tiefbauamtsleiter Markus Heller räumen die letzten Umleitungsschilder zur Seite. © Stadt Wetzlar

Vergangenen Montag (5. August 2019) wurde die 800 Meter lange sanierte Ortsdurchfahrt in Wetzlar-Münchholzhausen nach 1-¼-jähriger Bauzeit von Stadtrat Jörg Kratkey (SPD) wieder für den Verkehr freigegeben. Das 3,5 Millionen teure Projekt hatte in den vergangenen zwei Jahren wegen der fälligen Straßenbeitrage für Anwohner für intensive öffentliche Diskussionen gesorgt. Inzwischen hat die Stadt Wetzlar die Straßenbeiträge allerdings rückwirkend zum Juni 2018 abgeschafft, so dass die Bauarbeiten ohne weitere Diskussionen beendet werden konnten.

Die Bauarbeiten an der Rechtenbacher und Wetzlarer Straße begannen Ende April 2018. Vor Beginn wurden bereits umfangreiche bodengeologische Untersuchungen durchgeführt, die während der Bauarbeiten durch mit Überwachungen des Bodengutachters und Erschütterungsmessungen fortgeführt wurden. Neben der grundhaften Erneuerung der Straßen und Gehwege und dem Kanalbau wurden alle Gehwegübergänge barrierefrei nach den Prinzipien der „ungehinderten Mobilität“ der Stadt Wetzlar ausgestattet.

Nach dem Ende des ersten Bauabschnitts im August 2018 war der Ortskern von Münchholzhausen von Rechtenbach aus wieder erreichbar.

Mit dem Abriss der alten Trafostation an der Wetzlarer Straße wurde ein Engbereich in der Ortsdurchfahrt beseitigt, Fahrbahn und Gehweg konnten hier auch auf die regelkonforme Breite erweitert werden.

Für den Kanalbau wurden 700 Meter Stahlbetonrohre verlegt. Die Kanalhausanschlüsse wurden mit einer speziellen Kamera untersucht und nach Beschädigungsgrad erneuert.

Obwohl die Bauarbeiten im vergangenen Winter witterungsbedingt zeitweise unterbrochen werden musste, sind die Bauarbeiten vier Monate vor dem geplanten Endtermin abgeschlossen worden. Stadtrat Kratkey dankte vor allen der Baufirma Baustra aus Wilnsdorf für die zügige Abwicklung.

Der Kosten des Ausbaus liegen im Rahmen der von den städtischen Gremien bewilligten Mittel. 

Folgende Materialen wurden verbaut:

  • 8.500 Tonnen Frostschutzsplit
  • 2.000 Tonnen Asphalttragschichtmaterial
  • 1.000 Tonnen Asphaltbindermaterial
  •   600 Tonnen Asphaltdeckschichtmaterial
  • 4.000 Quadratmeter Betonsteinpflaster