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16.08.2019 - Gedenken am Jahrestag. Seit genau 100 Jahren besteht am Alten Friedhof in Wetzlar ein Ukrainerdenkmal.
Norbert Kortlüke, Udo Volck, Kay Velte und Jörg Kratkey
v.l. Norbert Kortlüke, Udo Volck, Stadtbetriebsamtsleiter Kay Velte und Jörg Kratkey

Aus diesem Anlass haben Stadtverordnetenvorsteher Udo Volck (SPD) und die Stadträte Norbert Kortlüke (Grüne) und Jörg Kratkey (SPD) am Freitag (16. August) einen Kranz zum Gedenken an die Insassen des ukrainischen Kriegsgefangenlagers in Wetzlar-Büblingshausen im Ersten Weltkrieg niedergelegt. Die Stadt bringt damit ihre Verbundenheit mit den 15.000 ukrainischen Kriegsgefangenen zum Ausdruck, die von 1915 bis 1919 in dem Lager untergebracht waren. Das Denkmal ist pünktlich zum Jahrestag im Auftrag der Stadt Wetzlar saniert worden. Die Betonquader waren aus den Fugen geraten, wurden gereinigt, wieder fest verankert, mit Kunstharz verklebt und neu verfugt.

Die Errichtung des Denkmals an der Frankfurter Straße war 1917 von der Leitung des Kriegsgefangenenlagers Büblingshausen angeregt worden. Mit Spenden der Kriegsgefangenen wurde das Denkmal auf Veranlassung der ukrainischen Militärmission in Berlin am 16. August 1919 an der Mauer des Alten Friedhofs aus Muschelkalk errichtet. Das Denkmal zeigt vor einem einfachen steinernen Grabmal einen ukrainischen Soldaten, Gewehr bei Fuß.