Sprungmarken
Suche
Suche

23.05.2019 - Mehr als 200 Wetzlarer haben am Dienstag (21. Mai) in der Stadthalle das 70-jährige Jubiläum des Grundgesetzes gefeiert, das am 23. Mai 1949 von Parlamentarischen Rat verabschiedet wurde.
Dmeokratie 1
Darsteller des Jugendtheaterprojektes untermalten den historischen Vortrag von Stadtarchivarin Dr. Irene Jung.

Bei der bunten Veranstaltung der Stadt und dem Freiwilligenzentrum gab es neben Vorträgen, Talkrunden und Musikeinlagen auch eine Ausstellung von örtlichen Initiativen zum Thema Demokratie. Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD)  nannte das Grundgesetz das „Fundament für unser Leben in Würde, Freiheit und Wohlstand“. Die Werte des Grundgesetzes seien allerdings alles andere als selbstverständlich und müssten von aktiven Bürgern immer neu mit Leben gefüllt werden.

Stadtarchivarin Dr. Irene Jung erläuterte die Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes und illustrierte mit Titelseiten der „Wetzlarer Neuen Zeitung“, wie sich die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland in der heimischen Presse widerspiegelte.

Demokratie 3
Journalisten-Legende Don. F. Jordan blickte zurück auf 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland (
Demokratie 2
Die langjährigen Stadtverordneten Gisela Jäckel (l.) und Dorothea Marx gaben Auskunft über ihr politisches Engagement

In einer Talkrunde mit zwei langjährigen Stadtverordneten, die von Frank Mignon moderiert wurde, rief Gisela Jäckel (SPD) zum Einsatz für soziale Gerechtigkeit und für ein friedliches Miteinander auf. Dorothea Marx (CDU), die sich auch in der Seniorenarbeit engagiert, nannte als Motivation für ihr Engagement „Man darf nicht nur meckern, man muss sich auch selbst für Verbesserungen einsetzen.“

Stargast des Abends war der deutsch-amerikanische Journalist Don F. Jordan, der in den fünfziger Jahren als Elfjähriger aus New York nach Bonn kam. Jordan zufolge hat sich das Grundgesetz bewährt und bereits einige Proben bestanden „Man kann jedem Land nur eine solche Verfassung wünschen“, sagte der 78-Jährige. Die deutsche Demokratie sei heute solider und stabiler als die amerikanische Demokratie.