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15.03.2019 - Zur Eröffnung der Ausstellung „Hibakusha – weltweite Opfer der nuklearen Kette“ laden die IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs), der evangelische Kirchenkreis an Lahn und Dill, der Friedenstreff und die Stadt Wetzlar am Mittwoch, 20. März, um 17 Uhr ins Foyer des Neuen Rathauses ein.

Die Schau zeigt an 50 Beispielen die gesundheitlichen und sozialen Folgen der nuklearen Kette: Uran-Bergbau, Plutoniumproduktion in Atomkraftwerken, Atomreaktor-Unfälle, Atombombentests seit 1945 und Entsorgung des strahlenden Mülls. Zur Eröffnung sprechen Oberbürgermeister Manfred Wagner als Mitglied der Organisation „Bürgermeister für den Frieden“ und Henry Stahl, Vorstand der deutschen Sektion der IPPNW. Die musikalische Begleitung übernehmen die Sängerin Lee Bach und die Schulband der Werner-von-Siemens-Schule. Die Ausstellung ist bis zum 18. April während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. Führungen sind auf Anfrage möglich (Tel. 0173-5292720).

Über die Ausstellung

Im Japanischen werden die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki „Hibakusha“ genannt. Viele von ihnen setzen sich für eine Welt frei von atomarer Bedrohung ein – meist, indem sie den jüngeren Generationen ihre Geschichte erzählen. Überall auf der Welt folgen andere mutige Menschen ihrem Beispiel. Als Ärztinnen und Ärzte sehen wir uns in der Pfl icht, über die Zusammenhänge der zivilen und militärischen Atomindustrie und über die gesundheitlichen Gefahren von Radioaktivität aufzuklären. Präsentiert werden dabei 50 exemplarische Orte.

Mit großer Sorgfalt recherchiert, stellt die Posterausstellung die Zusammenfassung der aktuellsten wissenschaftlichen Forschung zu diesen 50 Fallbeispielen dar. Dabei ist wichtig zu betonen, dass die Ausstellung nicht den Anspruch hat, umfassend zu sein. Neben den ausgewählten Beispielen gibt es weltweit viele andere Orte, die ebenfalls einen Platz in der Ausstellung verdient hätten. Die hier gezeigten Plakate sollen auf grundlegende Probleme hinweisen, die öffentliche Wahrnehmung der gesundheitlichen und ökologischen Folgen der Atomwirtschaft erhöhen, die BesucherInnen animieren, kritische Fragen zu formulieren, sowie die Zusammenhänge zwischen militärischer und ziviler Atomwirtschaft illustrieren.

Die Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) arbeiten weltweit für eine friedliche, atomtechnologiefreie und menschenwürdige Welt. 1985 erhielten sie für ihre Überzeugungsarbeit während des Kalten Krieges den Friedensnobelpreis.