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07.12.2018 - Das Stadtmuseum Wetzlar ist um einige Ausstellungsstücke aus der Geschichte des Handwerks reicher.
Übergabe Fleischerinnung Museen
Wollen die Geschichte des Fleischerhandwerks beleuchten: v.l. Dr. Bettina Hardtert (Obermeisterin der Fleischerinnung Lahn-Dill), Kulturdezernent Jörg Kratkey, Frank Göbel (stellvertretender Obermeister), Dr. Anja Eichler (Leiterin der Städtische Museen) und Sebastian Hoffmanns (Vorsitzender der Fleischerinnung Lahn-Dill)
Vertreter der Fleischerinnung Lahn-Dill haben am Montag (3. Dezember) historische Exponate als Dauerleihgaben an das Museum übergeben, darunter ein Banner der Innung von 1958, eine Truhe von 1964, einen Silberkelch (1966), Fachbücher von 1948 und Pergament mit der Überschrift „Der Ehrbaren Metzger Zunft“ von 1762. Innungs-Obermeisterin Bettina Hardtert erläuterte, dass aus dem Kelch die Meister bei Überreichung ihrer Urkunde trinken durften und dass das Banner etwa bei Freisprechungen und Innungsversammlungen zum Einsatz kam. „Eine sehr gute Ergänzung“ nannte Museumsleiterin Anja Eichler die Stücke, da man bereits Exponate aus dem Bereich von Handel und Gewerbe gesammelt habe, etwa von der Brauerei Waldschmidt. „Im Blick auf das Fleischerhandwerk haben die Stücke Pionierstatus“, so Eichler. Zur Ausstellung kämen die Objekte allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man sie in einen größeren Kontext einer historischen „Gewerbeschau“ stellen könne. Kulturdezernent Jörg Kratkey (SPD) hob die historische Bedeutung der Objekte hervor: „Da die Zünfte, aus denen die Innungen hervorgingen, ihre Artefakte meist von Hand zu Hand weiterreichten, ist es umso schöner, dass die uns überlassenen Stücke noch vorhanden sind und wissenschaftlich aufbereitet werden können.“