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15.08.2018 - Verkehrssicherheit hat für Hessen Mobil oberste Priorität – dies gilt auch für den unmittelbaren Bereich neben der Fahrbahn einer Straße und auch für die dortigen Gehölze (Sträucher und Bäume). Daher schneidet Hessen Mobil die Gehölze am Straßenrand zum Erhalt der Verkehrssicherheit regelmäßig zurück. Dies betrifft am Wochenende auch die B49 bei Wetzlar.
B49 Baumfällarbeiten
(v. l.): Eugen Reichwein (Westhessen-Chef der Straßenbehörde Hessen Mobil), Prof. Dr. rer. nat. Jorge A. Encarnação (Dipl. Biologe, Institut f. angewandte Tierökologie und Umweltinformatik), Klaus Müller (Leiter der Straßenmeisterei) und Umweltdezernent Norbert Kortlüke
Gehölzarbeiten an der B49
Der von Gehölzarbeiten betroffene Bereich der B49

Jährlich werden die Gehölze entlang der Straßen in unserem Zuständigkeitsgebiet durch geschulte Mitarbeiter und bei Bedarf von speziell ausgebildeten Fachkollegen bei Hessen Mobil beobachtet – in belaubtem und unbelaubtem Zustand. Gehölze, die die Verkehrssicherheit gefährden und nicht mehr in einen sicheren Zustand gebracht werden können, müssen entfernt werden, um Schäden durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu vermeiden. An der B 49 bei Wetzlar haben die Spezialisten im Rahmen einer solchen Baumbeobachtung zahlreiche Bäume aufgrund ihres Zustandes und ihres Standortes in steiler Hanglage als Gefahrenquellen erkannt. Diese Bäume sind aus zwei Gründen nicht mehr ausreichend verkehrssicher: sie beeinträchtigen das Schutznetz des Steilhanges, das Steinschlag verhindern soll und es besteht die Gefahr des Herausdrehens eines Wurzeltellers.

An der B 49 bei Wetzlar oberhalb der ehemaligen Brauerei müssen am Felshang mit Netzbespannung die betroffenen Bäume vorwiegend im oberen Hangbereich gefällt werden. Betroffen sind insgesamt rund 300 Bäume – darunter zahlreiche abgestorbene Bäume – auf etwa 500 Metern Länge des Steilhangs. Aufgrund der Dringlichkeit werden die betroffenen Bäume ausnahmsweise außerhalb der üblichen Gehölzpflegezeit (diese gilt zwischen Oktober und Februar) und somit innerhalb der naturschutzrechtlich festgelegten Biotopschutzfrist (diese gilt vom 1. März bis zum 30. September) entfernt. Die jetzige Fällung ist daher eng mit der zuständigen Naturschutzbehörde abgestimmt. Besondere Beachtung finden Bäume mit Höhlen, die als Lebensstätte, insbesondere für Fledermäuse dienen können. Die kontrollierte Entnahme dieser Höhlenbäume erfolgt mit Begleitung von Prof. Dr. rer. nat. Jorge A. Encarnação, Diplom-Biologe vom Institut für angewandte Tierökologie und Umweltinformatik. Für die wegfallenden Baumhöhlen werden in entsprechender Anzahl seminatürliche Fledermaushöhlen als Ersatzquartiere im funktionalen räumlichen Zusammenhang installiert.

Die Baumstümpfe (Stubben) werden nicht gerodet, so dass die Gehölze wieder ausschlagen, da deren Wurzeln im Boden verbleiben. Zudem bleiben die dortigen Sträucher erhalten. Eine Nachpflanzung auf dieser Fläche ist daher nicht erforderlich. Aufgrund der extremen Hanglage sind die Baumfällungen, bei denen Fällkräne, Hubsteiger und Baumkletterer zum Einsatz kommen, sehr aufwändig und kompliziert. Aus Sicherheitsgründen muss während dieser Arbeiten die B 49 zwischen den Anschlussstellen Wetzlar-Mitte und Wetzlar-Ost am Wochenende zwischen Freitagabend, 17. August, ab ca. 23 Uhr, und Montag, 20. August, maximal 4.30 Uhr, in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.

Umleitung:

  • Der Verkehr wird in diesem Zeitraum in Fahrtrichtung Gießen und A 45 ab der B 49-Anschlusstelle Wetzlar-Dalheim über die B 277, die A 480 und die A 45 über das Wetzlarer Dillfeld, das Wetzlarer Kreuz und die Anschlussstelle Wetzlar-Ost umgeleitet. Da momentan an der Anschlussstelle Wetzlar-Ost die Auffahrt von der B 49 auf die A 45 in Fahrtrichtung Dortmund aufgrund des Ersatzneubaus der Talbrücke Dorlar gesperrt ist, wird der Verkehr von der B 49 aus Richtung Gießen kommend zunächst auf die A 45 in Fahrtrichtung Hanau geleitet und kann an der Anschlussstelle Gießen-Lützellinden zurück auf die A 45 in Richtung Dortmund fahren. In Richtung B 49 Fahrtrichtung Limburg, führt die Umleitung dann weiter über das Wetzlarer Kreuz und das Dillfeld (A 480 und B 277) zurück zur B 49.
  • Auch die Abfahrt von der A 45 aus Richtung Dortmund kommend auf die B 49 an der Anschlussstelle Wetzlar-Ost ist in Fahrtrichtung Wetzlar/Limburg dann gesperrt. Auch hier führt die Umleitung über die Anschlussstelle Gießen-Lützellinden.
  • Ebenfalls gesperrt an der Anschlussstelle Wetzlar-Ost der A 45 ist die Ausfahrt aus Richtung Hanau kommend auf die B 49 in Fahrtrichtung Wetzlar/Limburg. Der Verkehr wird ebenfalls über die A 45 zum Wetzlarer Kreuz und dann weiter über das Dillfeld (A 480 und B 277) zurück zur B 49 umgeleitet.
  • Aus Richtung Gießen/Kassel kommend wird bereits auf der A 485 auf diese Sperrung der B 49 hingewiesen und der Verkehr über das Gießener Südkreuz zur A 45 und von dort auf die weitere Umleitungsstrecke geleitet.

Während dieser Wochenendsperrung wird zudem im Zuge der Sanierung der Brückenschäden bei Wetzlar im Bereich der Hangbrücke sowie an der Brücke über die Garbenheimer Straße auf Höhe der Anschlussstelle Garbenheim die Baustellenverkehrsführung so verändert, dass anschließend die benötigten Mittelstreifenüberfahrten zwischen den beiden Fahrbahnen der B 49 hergestellt werden können. Über diese Überfahrten wiederum wird der Verkehr während der weiteren Bauarbeiten an den beiden Brücken geleitet. Für die Umstellung in der Baustellenverkehrsführung ist ebenfalls eine Sperrung der Fahrbahnen erforderlich. Um die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, finden diese Arbeiten sowie die jetzt anstehenden Gehölzarbeiten zeitgleich an einem Wochenende statt.

Dringender Sicherheitshinweis!

Der Bereich rund um die B49 wird ebenfalls großzügig abgesperrt. Bürger, Anwohner und Schaulustige werden dringend gebeten, sich an diese Absperrungen zu halten sie nicht zu durchqueren. Der Aufenthalt innerhalb des Bereich der Baumfällarbeiten ist lebensgefährlich!