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14.05.2018 - Auf dem muslimischen Grabfeld des städtischen Friedhofs in Wetzlar-Niedergirmes wurde am Freitag (11. Mai) ein Bestattungstisch eingeweiht.
Gebetstisch
v.l. (nur Bild 2: Michael Schott, Geschäftsführer Ausländerbeirat), Kay Velte (Leiter Stadtbetriebsamt), Hüseyin Demirel (Vorsitzender des Ausländerbeirates), Stadtrat Norbert Kortlüke, Spender Recep Yildiz © Stadt Wetzlar

Er dient dazu, den Leichnam vor der Beerdigung abzulegen, um nach islamischem Ritus ein Totengebet für den Verstorbenen zu sprechen. Stadtrat Norbert Kortlüke (Grüne) sagte, die Stadt wolle die Möglichkeit geben, Bestattungen nach muslimischem Brauch vorzunehmen. Auch ein ritueller Waschraum solle auf dem Friedhof errichtet werden. Die Planungskosten dazu seien bereits bewilligt. Kortlüke dankte dem Wetzlarer Unternehmer Recep Yildiz, der den Gebetstisch gespendet hat.

Der Vorsitzende des Ausländerbeirates der Stadt Wetzlar, Hüseyin Demirel, wies auf die steigende Zahl islamischer Bestattungen hin. Die Überführungen in die alte Heimat seien rückläufig, auch nachdem die Bestattung im Leinentuch ohne Sarg erlaubt worden sei. „Heimat ist da, wo die Ahnen begraben sind. Deutschland ist jetzt unsere Heimat“, sagte Demirel. Dazu werde auch der geplante Waschraum beitragen. Für das rund 300.000 Euro teure Projekt seien bereits 43.000 Euro an Spenden der Moscheegemeinden eingegangen. Der Interkulturelle Rat (WIR) hat die Planungen zur Weiterentwicklung des muslimischen Begräbnisfeldes begrüßt.

Seit 1998 ist es in Wetzlar durch Änderung der Friedhofssatzung möglich, auf einem Sondergrabfeld muslimische Gräber in Richtung Mekka auszurichten.

Für den Bau eines Waschraums am Friedhof Niedergirmes hat die Stadt Wetzlar ein Spendenkonto eingerichtet. Überweisungen unter Angabe des Namens und der Anschrift an: Stadt Wetzlar, IBAN: DE36 5155 0035 0011 0050 06, BIC: HELADEF1 WET mit dem Stichwort „Muslimische Bestattungsstätte – 133 01 00. 542 850 000“

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