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12.01.2018 - Am Anfang war es ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Doch nach zwei gut besuchten Staffeln haben sich die „Wetzlarer Improvisationstage“ der Musikschule und des Kulturamtes der Stadt Wetzlar etabliert und gehen Ende Januar in die dritte Runde.
Improvisationstage
Werben für die Konzerte der Improvisationstage: v.l. Kulturamtsleiterin Kornelia Dietsch, Frank Diehl (Regionaldirektor der Sparkasse Wetzlar) und der Künstlerische Leiter Thomas Sander. © Stadt Wetzlar

Es geht um Konzerte ohne Programm und Notenblätter, die allein von spontanen Impulsen und der Improvisationskunst der Künstler leben. „Keines dieser Konzerte kann Eins zu Eins wiederholt werden“, beschreibt der Künstlerische Leiter, Musikschulleiter Thomas Sander, das Besondere an dieser Reihe.

Auf dem Programm stehen vier Konzerte unterschiedlicher Genre mit internationaler Besetzung und einer Vielfalt an Instrumenten. Die Musik stehe dabei im Mittelpunkt, so Thomas Sander, aber auch Theaterszenen und gesprochene Texte spielten eine Rolle. Der erste Abend unter dem Titel „Fishing in the Falling Tide“ am Donnerstag, 25. Januar, 19.30 Uhr (Konzertsaal der Musikschule Schillerplatz) wird von Studenten der Ruhr-Universität Bochum gestaltet. Geboten wird eine Mischung aus Theaterszenen und Musik, die sich mit der Frage nach Individualisierung auseinandersetzt. Am Tag darauf folgt ein Ausflug in die Barockmusik „Il Spirito della Diminution“ mit dem Internationalen Ensemble für Alte Musik (Freitag, 26. Januar, 19.30 Uhr, Untere Stadtkirche). Hier kommen Orgel, Cembalo, Barockposaune und Zink, ein Holzblasinstrument, zum Einsatz. Am Samstag, 27. Januar, tritt das Trio Susanne Escher zu einer „experimentellen Improvisation“ an. Saxophon, Flöte, Percussion, Klarinette und Tuba verbinden sich mit Bewegung, Licht und Bildern.

Improvisationstage
© Stadt Wetzlar

Mit einer Matinee am Sonntag, 28. Januar, um 11 Uhr in der Musikschule „Mozart, Ehekrach und blaue Donau“ beendet der Pianist Udo Hartlmaier aus Hagen mit Improvisationen von Bach bis Léhar die musikalische Reihe. Hartlmaier ist ein „Meister der Improvisation“ (Sander), der spontan in der Lage ist, Stimmungen musikalisch auszudrücken. Hier ist auch das Publikum gefragt, durch Zurufe mitzuwirken, etwa mit dem Wunsch, einen Sommerabend musikalisch auszudrücken oder auch einen Ehekrach.

Kulturamtsleiterin Kornelia Dietsch betonte, die Improvisationstage seien ein Alleinstellungsmerkmal im mittelhessischen Raum. Ein solchen Veranstaltungsformat sei sonst nirgends zu finden. Die Sparkasse Wetzlar sponsert die Konzertreihe mit einem Betrag von 1.000 Euro und einer Bannerwerbung. Programmblätter sind im Rathaus und in der Musikschule erhältlich. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, um Spenden wird gebeten.

Die Veranstaltungen im Überblick

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