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29.09.2017 - Zwei „Stifterscheiben“ aus der Sammlung Lemmers-Danforth in Wetzlar sind am Donnerstag (28. September) an die ursprünglichen Besitzer zurückgegebenen worden, nachdem festgestellt worden war, dass die Kunstgegenstände während der NS-Zeit der Sammlung Ottmar Straus in Köln unrechtmäßig entzogen worden waren.
RÜckgabe Kunstgegenstände
Rückgabe von „Raubkunst“ - von links: Kulturdezernent Jörg Kratkey, Restauratorin Julia Hartmann, Anwältin Imke Gielen und Museumleiterin Anja Eichler © Stadt Wetzlar
Kulturdezernent Jörg Kratkey (SPD) übergab die Scheiben, die bisher im Fenster des Treppenhauses im Palais Papius hingen, an die Vertreterin der Eigentümer-Familie Strauss, Rechtsanwältin Imke Gielen. Die beiden Scheiben „Kniender Ritter“ und „Kniender Kanonikus“ aus dem 15. Jahrhundert im Wert von 5.000 Euro gehen anschließend an die Besitzer, die in den USA leben.
Die Wetzlarer Sammlerin Irmgard von Lemmers-Danforth hatte die Scheiben 1935 auf einer Kunstauktion in Frankfurt am Main ersteigert. Im Rahmen einer Provenienzforschung, die von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, bezahlt wurde, wurde zweifelsfrei festgestellt, dass die Scheiben dem Eigentümer unrechtmäßig entzogen wurden. Dezernent Kratkey betonte, dass es selbstverständlich sei, dass die Kunstobjekte zurückgegeben werden. Es gebe keinerlei Schuldzuweisung an die Sammlerin, die die Gegenstände bei der Kunsthandlung Helbing in Frankfurt erworben hat. Von den 440 Kunstobjekten der Sammlung Lemmers-Danforth sind bereits sechs Gegenstände zurückgegeben worden.
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