Sprungmarken
Suche
Suche

06.07.2017 - Eine Expertengruppe des ELI Instituts aus Prag war von 21. – 22. Juni 2017 in Wetzlar zu Gast. Einige Mitglieder des Wetzlar Network nutzten die Gelegenheit, um sich über mögliche Kooperationsprojekte mit dem ELI Institut auszutauschen.
Mitarbeiter Prager ELI
Mitarbeiter des Prager ELI Instituts und Unternehmensvertreter tauschen sich in Wetzlar aus.

Das Wetzlar Network arbeitet im Rahmen des BMBF Förderprogramms „Internationalisierung von Spitzenclustern“ mit dem ELI Institut (ELI = Extreme Light Infrastructure) im Süden von Prag zusammen. Dort wird derzeit mit Mitteln der EU der stärkste Laser Europas gebaut. Ziel der Zusammenarbeit zwischen dem Wetzlar Network und dem ELI Institut Projekts ist es, mittelständischen Unternehmen der Region Wetzlar eine erfolgreiche internationale Kooperation bei Forschung und Entwicklung zu ermöglichen.

Welche Potenziale sich durch die gemeinsame Kooperation für die Mitglieder des Wetzlar Network eröffnen könnten, wurde im Rahmen der Delegationsreise des ELI Instituts am 21. und 22. Juni 2017 deutlich. Am ersten Tag besuchten die Laserspezialisten aus Prag den Unternehmenssitz von Leica Camera AG und erhielten von Dr. Ralph Schmittgens einen Einblick ins „Allerheiligste“: die Kamera- und Optikfertigung. Der Einsatz von Lasertechnologie könnte in diesem Zusammenhang vor allem für adaptive Optiken etwa in Ferngläsern oder Zielfernrohren interessant sein.

Am zweiten Tag standen Besuche bei den Firmen OptoTech in Wettenberg und ITK in Lahnau an. OptoTech gehört bekanntlich zu den Weltmarktführern für Optikmaschinen, und die steigenden Anforderungen an optische Systeme erfordern High-end-Lösungen in der Fertigung. Auch hier könnte die Lasertechnologie künftig eine zentrale Rolle spielen. ITK wiederum hat sich auf die Entwicklung von Mikroskoptischen mit Linearmotoren spezialisiert. Die Erfahrung auf diesem Gebiet könnte wiederum bei Laseranwendungen wertvolle Erkenntnisse liefern.

Neben Ralf A. Niggemann und André Noack, den Initiatoren der Kooperation, begleiteten zahlreiche Vertreter von Unternehmen und Verbänden die Delegation, darunter Dr. Carsten Ott von Hessen Trade & Invest, Christian Piterek vom Regionalmanagement Mittelhessen und Dr. Gernot Horst von der IHK Lahn-Dill. Bei einem gemeinsamen Abendessen tauschte man sich über Technologien und Zusammenarbeitsmodelle aus: zwischen Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft. Auch Prof. Dr. Peter Klar und Prof. Dr. Sangam Chatterjee von der Justus-Liebig-Universität Gießen suchten den Kontakt zu den Prager Kollegen, um die Möglichkeiten einer Kooperation am Forschungscampus Mittelhessen oder im künftigen Optikzentrum am Standort Wetzlar auszuloten.

„Es war ein sehr vielversprechender Auftakt, dem weitere Treffen folgen werden“, freute sich Dr. Stefan Borneis vom GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt, der dem Projekt ELI beratend zur Seite steht. Die Delegation aus Prag zeigte sich hochinteressiert. Weitere Unternehmen aus der Region Wetzlar haben bereits Projektinteresse geäußert.

Das könnte Sie auch interessieren: