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13.03.2017 - (--) Die Stadt Wetzlar trauert um ihren langjährigen früheren Oberbürgermeister Walter Froneberg (SPD), der am 9. März im Alter von 84 Jahren verstorben ist.
Walter Froneberg

Froneberg war über Jahrzehnte einer der prägendsten Kommunalpolitiker Wetzlars. Der gelernte Zeitungsredakteur war seit 1964 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und wurde 1973 zum hauptamtlichen Ersten Stadtrat der Domstadt gewählt. Während der Periode der „Lahnstadt“ gehörte er kurzeitig dem Magistrat der Stadt Lahn an. 1979 wurde er zum ersten Oberbürgermeister der wieder selbstständigen Stadt Wetzlar gewählt. 1985 und 1991 erfolgte eine Wiederwahl. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1997 führte der SPD-Politiker 18 Jahre lang die Geschicke Wetzlars, die bis dahin längste Amtszeit eines Rathauschefs. In seine Amtszeit fielen der Bau der Stadthalle und die Eröffnung des Einkaufszentrums „Herkules-Center“ ebenso wie die Konversion des Militärstandortes nach Schließung der beiden Bundeswehr-Kasernen. Nach seinem Ausscheiden als Oberbürgermeister wirkte Froneberg unter anderem im Kreistag des Lahn-Dill-Kreises, als Vorstandsvorsitzender der Königsberger Diakonie und nahm zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben wahr, wie zum Beispiel als Vorsitzender des Vereins Deutsches Glockenmuseum, stellvertretender Vorsitzender des Wetzlarer Dombau-Vereins oder Vorsitzender des Vereins Wetzlarer Festspiele.

Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) erklärte, mit Walter Froneberg verliere Wetzlar einen profilierten Kommunalpolitiker, der die Entwicklung der Domstadt, aber auch der Region Mittelhessen über viele Jahrzehnte hinweg nachhaltig geprägt habe. „Ob als Stadtverordneter und Hauptamtlicher Erster Stadtrat in Wetzlar, ob als ehrenamtliches Magistratsmitglied der Stadt Lahn oder als Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, als Mitglied der Regionalversammlung und nach seinem aktiven Dienst als Kreistagsabgeordneter des Lahn-Dill-Kreises. Sein Rat war gefragt, sein Wort hatte Gewicht.“

Walter Froneberg habe im Laufe seines Wirkens für die Stadt viele Projekte angestoßen und erfolgreich begleiten können. Beispielhaft nannte Wagner den Neubau der Stadthalle und des Altenzentrums, die Planung und Verwirklichung gewerblicher Entwicklungsflächen (Dillfeld, Hörnsheimer Eck II) oder die Herausforderungen nach dem Abzug der Bundeswehr aus Wetzlar, die in die Bildung der Stadtentwicklungsgesellschaft mündeten. Besonders die Städtepartnerschaft zur thüringischen Goethe-Stadt Ilmenau habe Froneberg nach der Wiedervereinigung sehr am Herzen gelegen.

Wagner: „Ich habe Walter Froneberg als einen überaus erfahrenen und kenntnisreichen Kommunalpolitiker kennenlernen dürfen. Walter Froneberg war kein Mann der lauten Töne. Er hat sich durch seinen Fleiß, seine Beharrlichkeit, sein verbindliches und freundliches Auftreten großes Ansehen – weit über die Grenzen unserer Region – erworben. Seiner Lebensleistung gilt mein Respekt, mein Mitgefühl seiner Familie.“

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