Sprungmarken
Suche
Suche

22.03.2017 - (--) Die Architektin Anke Wünschmann (Frankfurt am Main) hat im Stadtverordnetensitzungssaal des Neuen Rathauses der Öffentlichkeit jetzt Entwürfe für die Fassaden des geplanten Neubaus am Domplatz präsentiert.
Fassaden am Domplatz

Rund 150 Bürger waren am Montag, 13. März, zu der Veranstaltung erschienen. Anstelle des in den siebziger Jahren erbauten Stadthauses am Dom sollen drei Domhöfe entstehen, deren Fassaden sich an das Stadtbild der Wetzlarer Altstadt anpassen. Der Hof zum Domplatz hin besteht aus drei verschiedenen Häusern, die entsprechend dem historischen Vorbild auf verschiedenen Höhen stehen. Das „Hotel am Dom“, das Haus Nummer 11 und das „Herzogliche Haus“. „Die Gebäude am Domplatz sind ein Rahmen für den Dom, ihre Fassaden ordnen sich unter“, erläuterte Wünschmann ihr Konzept. Dabei würden Elemente, die in der Wetzlarer Altstadt häufig anzutreffen sind, aufgegriffen, wie zum Beispiel Ochsenaugen, kleine runde Fenster unterhalb des Daches, oder eine symmetrische kleinteilige Fassadengestaltung. Am Herzoglichen Haus sollen auch wieder Balkone zum Fischmarkt hin entstehen, wie es beim 1948 abgerissenen historischen Vorbild der Fall war. Mehr Glas werde voraussichtlich die Fassade des mittleren Hauses Nummer 11 aufweisen, das als „Spielball“ mehr Variationen zulasse.

Wünschmann berichtete, dass neben drei Höfen mit Durchgängen am Liebfrauenberg die historische Häuserzeile wieder ergänzt werden soll.

Die Architektin ist vom Bauherrn, der Stadthaus am Dom GmbH des Lahnauer Bauunternehmers Martin Bender, mit dem Bau der Domhöfe beauftragt worden.

Die Entwürfe stießen im Publikum auf ein positives Echo. Mehrere Bürger äußerten ihre Hoffnung, dass entsprechende Nutzer und Geschäftsleute die Lebendigkeit der oberen Altstadt wieder steigern könnten.

Bürgermeister Harald Semler (FW) kündigte an, dass auch die Nutzungskonzepte der Höfe zu gegebener Zeit zum Thema einer öffentlichen Präsentation gemacht würden. Derzeit laufe die Suche nach geeigneten Nutzern. Investor Martin Bender betonte, das Ziel sei eine Nutzung, die der Altstadt guttut. Qualität gehe vor Schnelligkeit.

Das könnte Sie auch interessieren: