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19.09.2016 - (--) Der 2008 errichtete Optikparcours in Wetzlar wird erweitert und an einigen Stationen umgestaltet. Das haben Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) und der für Tourismus zuständige Stadtrat Norbert Kortlüke (Grüne) jetzt angekündigt.
Oskar-Barnack-Denkmal
Am Oskar-Barnack-Denkmal am Leitzplatz wird bald eine neue Station des Optikparcours eingerichtet. v.l. Stadtrat Norbert Kortlüke, Leiterin der Tourist-Information Regina Maiworm und OB Manfred Wagner.

Grundlage dafür sind insbesondere Erfahrungen, die bei Führungen der Tourist-Information gemacht wurden. 103 Führungen fanden im vergangenen Jahr allein rund um den Optikparcours in der Altstadt statt.

Der Optikparcours bietet an 20 Stationen zwischen Bahnhof und Dom Einblicke in optische Phänomene. Besonders beliebt sind die spielerischen Stationen wie Ames Raum, Beuchet-Stuhl, Kreuzspiegel oder Begehbares Kaleidoskop. Auch die „Optik für Hin(ein)gucker, Spionagekamera XXL, das Optokinetische Gleichgewicht und die Wasserorgel kommen gut bei Besuchern an.

Nun sollen vier historische Stationen hinzukommen, da bei den Führungen ein verstärktes Interesse an historischen Optikstandorten festzustellen war: 1. am Buderusplatz mit Erläuterungen zu den Optik-Pionieren Moritz Hensoldt, Karl Kellner und der Firma Zeiss, 2. am Rosengärtchen am Karl-Kellner-Gedenkstein, 3. am Leitzplatz am Oskar-Barnack-Denkmal mit Hinweisen zu den Leitz-Gebäuden gegenüber und 4. am Hausertor, wo auf die erste Produktionsstätte der Firma Leitz, das Hausertorwerk, aufmerksam gemacht wird. Auch der bereits bestehende Leica-Fotopunkt in der Krämerstraße wird in den Parcours aufgenommen.

Bedauerlicherweise sei der Optikparcours zunehmend von Vandalismus betroffen. So sei kürzlich der markante rote Beuchet-Stuhl in der Colchester-Anlage beschädigt und zum Teil entwendet worden. Dieser müsse jetzt nachproduziert werden. Auch seien einige Stationen durch technische Defekte seit längerem nicht betriebsbereit. Dazu gehöre die Station „Nachtsichtgerät“ auf der Alten Lahnbrücke, die durch den Förderverein „Wetzlar Stadt der Optik“ mit einem anderen optischen Gerät ersetzt werden soll.

Die Station „Interferometer“ in der Bahnhofstraße, die die Qualitätsprüfung mittels optischer Präzisionsmessung veranschaulicht, wird in das Viseum am Kornmarkt verlagert. Die Station sei sehr komplex und habe am bisherigen Standort nicht gut funktioniert.

Mit den Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Optikparcours könne diese Attraktion der Optik-Stadt Wetzlar wieder in vollem Umfang eine positive Wirkung auf Besucher entfalten und speziell die Zielgruppe der technikaffinen Besucher könne verstärkt angesprochen werden, so Stadtrat Kortlüke.

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