Projektbeschreibung
- Projektbeschreibung
- Ausgangslage
- Weiterführende Informationen zum Großprojekt "B49 Ersatz Brückenzug Wetzlar" erhalten Sie auf der ausführlichen Projektwebseite von Hessen Mobil unter folgendem LINK:
- Weitere Informationen zu innerstädtischen Großprojekten im Zusammenhang mit dem Abbruch der B 49 Hochstraße:
- Ersatz der Hermannsteiner Brücke ("DB Brücke")
- Neubau des "Westanschlusses"
- Grundhafte Erneuerung der Braunfelser Straße 2022
- Ertüchtigung der Nauborner Straße
- Ertüchtigung Stoppelberger Hohl
- Ertüchtigung der Wellergasse in Dutenhofen
Projektbeschreibung
VLUID - VerkehrsLösungen für komplexe Umbauszenarien auf der Grundlage Intelligenter Datenauswertung
In der Stadt Wetzlar stehen in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Großbaumaßnahmen rund um die als Hochstraße verlaufende B 49 an. Dies wird zu massiven Einschränkungen für alle Mobilitätsarten führen. Um die negativen Auswirkungen der Baumaßnahmen auf den Verkehr abzumildern, bestanden die Ziele des Projektes VLUID in der Entwicklung von digitalen Tools zur Unterstützung der vorhandenen Planungsinstrumente sowie der Überarbeitung und Erweiterung der Instrumente zur Verbreitung von Verkehrsinformationen, um möglichst viele Zielgruppen zu erreichen.
Ergebnisse und Wirkungen
Es wurden vorhandene und neue Verkehrsdatenquellen aller Verkehrsarten sowie Baustellendaten erschlossen und in der urbanen Datenplattform der Stadt Wetzlar vernetzt. Es sind eine Reihe von Prototypen entstanden. Z. B. wird der aktuelle Verkehrszustand in Wetzlar in einem sog. „[ui!] TRAFFIC Sensor Datalab“ visualisiert. Ein weiterer Prototyp ist die Nutzung einer Floating-Car-Data-Matrix in der Verkehrsplanungssoftware PTV Visum. Für die Verkehrsteilnehmer wurde eine neue Website mit Echtzeitinformationen zum Verkehr und zu Baumaßnahmen eingerichtet, so dass Fahrten nach/in Wetzlar besser planbar sind. Im Projekt wurde auf diese Weise eine gemeinsame Datengrundlage und übergreifende Werkzeuge geschaffen die Stadt, Hessen Mobil und weitere Partner erstmals gleichzeitig nutzen können. So werden zukünftige Abstimmungen vereinfacht und die Planungs- und Steuerungsprozesse bei großen Baustellen im Stadtgebiet von Wetzlar unterstützt.
Ausgangslage
Die Stadt Wetzlar ist aufgrund ihrer Lage an der europäisch bedeutsamen (Güter-)Verkehrsstraße B49 bereits heute von beträchtlichem Durchgangsverkehr mit einem hohen LKW-Anteil betroffen. Die verkehrliche Belastung der Stadt wird dadurch verstärkt, dass Wetzlar Ziel- oder Durchgangsort täglicher PKW-Pendlerfahrten ist. Aktuell werden so insgesamt circa 35.000 Durchfahrten pro Tag verzeichnet, Tendenz steigend.
Doch die Bauwerke der B 49 zwischen den Anschlussstellen Wetzlar-Dalheim und Wetzlar-Garbenheim weisen statische und konstruktive Defizite auf. Sie können längerfristig die zukünftigen Verkehre nicht mehr aufnehmen. Der Brückenzug der B 49 in Wetzlar muss daher zeitnah ersetzt werden. Mit dem Ersatz des Brückenzuges der B 49 in Wetzlar kommt in den kommenden Jahren ein Großprojekt mit zahlreichen Baumaßnahmen auf Wetzlar und die Wetzlarer Region zu.
Mit dem Ersatzneubau der Brücke Hermannsteiner Straße im Wetzlarer Stadtgebiet sowie Bauprojekten auf der Autobahn 45 um Wetzlar herum stehen weitere Großbaustellen im Großraum Wetzlar an. Es wird eine verkehrlich hochkomplexe, sich stetig verändernde Gesamtsituation erwartet, mit Einschränkungen sowohl für die Stadt Wetzlar als auch das Umland. Bahn-, Güter- und motorisierter Individualverkehr werden durch die Baumaßnahmen in hohem Maße beeinträchtigt werden. Für die Zeit nach der Sperrung der Hochstraße bis zur Wiederherstellung einer leistungsfähigen und sicheren B 49 wird eine temporäre Umfahrung über die B 277, die A 480 und die A 45 eingerichtet. Hierzu sind in diesem Streckenzug umfangreiche Vorabmaßnahmen erforderlich.
Gleichzeitig soll die Erreichbarkeit der Innenstadt für den Zeitraum sichergestellt werden, wenn eine Nutzung der Hochstraße Wetzlar im Zuge der B 49 nicht mehr möglich ist, ein Ersatz des Brückenzuges aber noch nicht umgesetzt ist. Um die negativen verkehrlichen Auswirkungen der Großbaustellen abzumildern wurde das mFUND – Projekt VLUID „VerkehrsLösungen für komplexe Umbauszenarien auf der Grundlage intelligenter Datenauswertung“ ins Leben gerufen.
Weiterführende Informationen zum Großprojekt "B49 Ersatz Brückenzug Wetzlar" erhalten Sie auf der ausführlichen Projektwebseite von Hessen Mobil unter folgendem LINK:
Weitere Informationen zu innerstädtischen Großprojekten im Zusammenhang mit dem Abbruch der B 49 Hochstraße:
Im Zusammenhang mit dem Umbau der B 49 sind weitere Baumaßnahmen mit größerer verkehrlicher Wirkung in Planung. Karte Nummer 1 gibt einen Überblick über die wichtigsten Baumaßnahmen im Stadtgebiet Wetzlar.
Ersatz der Hermannsteiner Brücke ("DB Brücke")
Die Bahnüberführung im Verlauf der L 3053 muss ersetzt werden (Hermannsteiner Brücke). Sie ist die wichtigste und wesentliche Verbindungsachse zwischen den nördlich der Bahnstrecke gelegenen Stadteilen und der Innenstadt. Sie hat damit eine außerordentliche Bedeutung für den gesamten Innerstädtischen Verkehr, aber auch für die Zubringer auf das überregionale Netz der B 49 und der A 45 über den Knoten L 3053 zur B 49.
Ein Ausfall diese Verbindung während der Bauzeit der Brücke selbst, aber auch beim Abbruch der darüber laufenden B 49, wird zu erheblichen Störungen des innerstädtischen Verkehrs führen. Derzeit ist diese Trasse die einzige innerstädtische Verbindung von Wetzlars Norden mit der Innenstadt.
Neubau des "Westanschlusses"
Zur Entlastung der innerstädtischen Nord – Süd – Verbindung (Hermannsteiner Straße – Gloelstraße – Karl-Kellner-Ring) und einer verbesserten Verkehrsanbindung des südwestlichen Kreisgebietes wird seit den 1960er Jahren eine Umgehungsmöglichkeit am westlichen Stadtrand Wetzlars geplant. Der Westanschluss ist die Verbindung zwischen der vierspurig ausgebauten B277 (Knoten mit der B49) und der Neustadt mit niveaufreier Kreuzung der Bahnlinie Wetzlar – Koblenz. Diese Verbindung ist damit vor allem für Verkehrsströme in der Relation westliche Innenstadt – westliches (B49 Richtung Limburg) und nördliches Umland (B277 Richtung Aßlar, A480 / A45 Richtung Dortmund) bedeutend.
Der Westanschluss ist ursprünglich als anbaufreie, innerörtliche Stadtstraße geplant. Mit dem Westanschluss ist insbesondere die Beseitigung des beschrankten Bahnübergangs in der Altenberger Straße verbunden, der eine erhebliche Beeinträchtigung des Verkehrsflusses (Schießzeit in Spitzenstunden bis zu 40 Minuten) darstellt. Seitens der Stadt und Hessen Mobil wird im Rahmen der Umleitungsplanung das Ziel verfolgt den Westanschluss in geeigneter Form herzustellen, um somit zusätzlich eine Zufahrt der Stadt von Westen her zu ermöglichen.
Grundhafte Erneuerung der Braunfelser Straße 2022
Die Grundhafte Erneuerung der Braunfelser Straße (L 3451) in der Kernstadt Wetzlar konnte bereits 2022 durchgeführt werden. Der Ausbau erfolgte zwischen der Einmündung der Straße „Wetzbachstraße“ und der Kreuzung „Westendstraße / Meline-Müller-Straße“. Die Braunfelser Straße ist die wichtigste West-Ost-Verbindung der Stadt Wetzlar. Sie ist zudem die Haupt-Umleitung (U1) der B49. Innerstädtisch endet die Braunfelser Straße nach dem Namensübergang in Ernst-Leitz-Straße am NK 5416 013 (Leitzplatz).
In Richtung Westen erschließt die Straße das Wohn und Gewerbegebiet Westend, das Industriegebiet Eiserne Hand und verläuft an dem Stadtteil Steindorf entlang bis in die Stadt Solms. Die Länge der Ausbaustecke betrug circa 1.315 m. Der Bereich der Baumaßnahme ist durchgehend als Landesstraße (L 3451) klassifiziert. Die Fahrbahn hat in der Regel eine Breite von circa 6,80 m. Hierin ist ein neuer einseitiger Schutzstreifen in einer Breite von 1,50 m enthalten.
Ertüchtigung der Nauborner Straße
Die Stadt Wetzlar ist bestrebt bis zum Wegfall der B 49 bzw. bis zu den ersten Eingriffen in das städtische Netz für den Bau der Umleitungsstrecken sämtliche Hauptachsen der Stadt in einen Zustand zu versetzen, der den Mehrverkehr aufnehmen kann und von dem auszugehen ist, dass keine baulichen Eingriffe in diese „Umleitungsstrecke“ erforderlich werden. Aus diesem Grund wurden in der Nauborner und Wetzlarer Straße bereits Abschnittsweise Deckenerneuerungen durchgeführt.
Der letzte noch anstehende Abschnitt der Nauborner Straße, zwischen Weiherstraße und Stoppelberger Hohl, ist mit einer Kanalerneuerungsmaßnahme verbunden und muss somit aufgrund der fehlenden Restfahrbahnbreite voll gesperrt werden. Dies bedeutet zum einen eine überörtliche Umleitung zum anderen müssen Lösungen zur Anbindung des Stadtteils Nauborn getroffen werden, da sonst unter anderem auch keine ÖPNV-Andienung erfolgen kann.
Ertüchtigung Stoppelberger Hohl
Die Straße „Stoppelberger Hohl“ befindet sich in der Kernstadt von Wetzlar und verbindet die Kreisstraße K354 „Volpertshäuser Straße“ mit der Landstraße L3053 „Nauborner Straße“ (s. Abb. 2). Mit durchschnittlich 11.100 Kraftfahrzeugen pro Tag und einem Schwerverkehrsanteil von 1,8 % ist die „Stoppelberger Hohl“ einer der meist befahrensten Straßen und somit eine wichtige innerörtliche Hauptverkehrsstraße im Wetzlarer Verkehrsnetz.
Auch diese Straße gilt es für die bevorstehenden Verkehrsverlagerungen zu ertüchtigen. Mit der Erneuerung der circa 2 km langen Straße ist auch die Erneuerung von Versorgungsleitungen und des städtischen Kanals verbunden.
Ertüchtigung der Wellergasse in Dutenhofen
Die Wellergasse L 3285 befindet sich im Stadtteil Dutenhofen und verbindet die Anschlussstelle "Lahnau" der B 49 mit den westlichen Stadtteilen der Stadt Gießen und den östlichen Stadtteilen der Stadt Wetzlar. Im Vorfeld der Erneuerung der B 49 muss auch diese wichtige Verbindungsspange an die zu erwartenden Mehrverkehre angepasst werden.
Hinzu kommt die Tatsache, dass auch hier ein schadhafter Kanal im Untergrund vorhanden ist, der ebenfalls erneuert werden muss. In 2020 wurde mit der Ertüchtigung des ersten Landesstraßenabschnitts der L 3285 (Bahnhofstraße und Grabenstraße) begonnen. Erst nach Abschluss der Maßnahme der Wellergasse sind alle Landesstraßen innerhalb dieses Stadtteils bereit die Mehrverkehre baulich aufnehmen zu können.

