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Die Plätze in Wetzlars Altstadt bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Draußensitzen.

Ferienzeit – Draußenzeit. Was gibt es da Besseres, als ein leckeres Mittag- oder Abendessen oder ein Feierabendbier an einem lauschigen Plätzchen draußen? Wetzlars Altstadt bietet dafür unzählige Möglichkeiten. Wir haben uns einmal näher umgeschaut, uns dabei aber auf die größeren Plätze beschränkt.

Schillerplatz

Mittagspause beim Il Sapore
Mittagspause beim Il Sapore © Sabine Glinke

Ein Meer an großen Marktschirmen prägt in den Sommermonaten das Bild auf dem Schillerplatz. Mit Jerusalemhaus, Unterer Stadtkirche und der Wetzlarer Musikschule im Rücken kann man hier nicht nur unter der alten Kastanie im Schatten sitzen, sondern auch herrlich einkehren. Dabei hat der Besucher die Qual der Wahl zwischen Griechisch und Italienisch. Das Il Sapore ist zunächst einmal ein Feinkostladen, bei dem man italienische Leckereien wie Salami, Schinken, Käse und hausgemachte Pasta erwerben kann. Doch eine Auswahl an frischen Speisen bietet das Il Sapore auch für den Vor-Ort-Verzehr an, und so kann man zwischen leckeren Foccacia, frischer Pasta und knackigen Salaten wählen. Begleitend dazu gibt es den passenden Wein oder leckere Kaffeespezialitäten. Daneben wartet das Gaudi im architektonischen Stil von Antonio Gaudi auf und vereint Café mit Cocktailbar.


Außenbestuhlung beim Platia, der Grieche am Schillerplatz
Außenbestuhlung beim Platia, der Grieche am Schillerplatz © Sabine Glinke

Griechisch geht es beim Platia zu, allerdings setzt das Lokal eher auf die gehobene griechische Küche mit Pfiff, aber natürlich sind auch Klassiker wie Souvlaki, Gyros oder Bifteki zu haben. Platia bezeichnet übrigens in Griechenland den Platz, an dem sich Jung und Alt in den Abendstunden zum Flanieren trifft, jede Stadt und jenes Dorf hat in Griechenland eine Platia. Rundherum befinden sich kleine Tavernen und Restaurants, wo man anschließend mit Freunden oder der Familie einkehrt, ein Glas Wein trinkt und etwas Leckeres zum Essen bestellt, um einfach das Leben zu genießen – der Name ist also auch in Wetzlar am Schillerplatz Programm.


Gemütlichkeit mal vier am Schillerplatz
Gemütlichkeit mal vier am Schillerplatz © Sabine Glinke

Für den passenden Nachtisch ist auch gesorgt, denn zusätzlich zu den beiden genannten Lokalen ist am Schillerplatz auch noch das Eiscafé Bacio, das neben dem klassischen Eis auf die Hand natürlich auch leckere Eisbecher-Kreationen zum Verzehr vor Ort bietet.


Steighausplatz

Nur einen Steinwurf weit entfernt, liegt der Steighausplatz. Hier bietet das Tre Panoce Pizza, Pasta, Fisch und Fleisch in italienischer Tradition. In dem alten Fachwerkhaus schmecken die frisch zubereiteten italienischen Klassiker noch leckerer. Die Außenterrasse, umrahmt von jungen Platanen und anderen stattlichen Grünpflanzen, liegt direkt am Haltepunkt des Citybus und am öffentlichen Parkplatz Steighausplatz. In unmittelbarer Nähe bietet auch die Lahninsel weitere Parkmöglichkeiten.


Eisenmarkt

Die Gastronomie am Eisenmarkt lädt zum Verweilen ein.
Die Gastronomie am Eisenmarkt lädt zum Verweilen ein. © Dominik Ketz

Taucht man vom Schillerplatz bergan über die Hauser Gasse tiefer in die Altstadt hinein, gelangt man nach wenigen Minuten zum Eisenmarkt. Der Eisenmarkt ist umschlossen von reizvollen Fachwerkhäusern. Zu diesen Häusern gehört auch die "Alte Münz". 1599 wurde dieses Haus wahrscheinlich an der Stelle einer mittelalterlichen Münzpräge erbaut. Aus dem französischen Spruch an der Längsseite des Hauses kann man schließen, dass der Bauherr vermutlich zu den 1586 in Wetzlar aufgenommenen reformierten wallonischen Glaubensflüchtlingen gehörte. Heute befindet sich in diesem Gebäude ein Café. Fans von Kaffee und Kuchen kommen im Sachers Café auf ihre Kosten. Einen weiteren Blickfang auf dem Eisenmarkt bietet der achteckige Brunnen, der eine Statue der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, zeigt. Der Brunnen ist auch der Ausgangspunkt für eine beliebte Wanderung: Der Bergmannsroute. Doch auch am Eisenmarkt kann man herrlich einkehren: Urig präsentiert sich das Gebäude hinter dem Brunnen: In Shamrock/Carroll’s Pub kann man sich an irischem Stout (Murphys) oder erfrischendem Cider laben. Einige Außenstühle laden zum Verweilen draußen ein. Auch erlesene Weine kann man hier draußen genießen, wenn man die stylischen Bänke von Neumanns Weinbar nutzt. Snacks und Erfrischungen bietet auch das Bistro der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg und mit dem Eiscafé San Marco ist hier auch schon eine weitere Wetzlarer Eisdiele zu finden.


Domplatz

Wirt am Dom neben der Tourist-Information
Wirt am Dom neben der Tourist-Information © Peter-Jörg Albrecht

Im Schatten des mächtigen Domes, Wetzlars Wahrzeichen, mitten im historischen Häuserensemble zwischen Modehaus Beck und der Tourist-Information gelegen, ist der Wirt am Dom angesiedelt. Auch hier gibt es italienische Küche: Es warten Leckereien wie hausgemachte Pasta, etwa Spaghetti aus dem Parmesanrad, auf Abnehmer. Darüber hinaus punktet der Wirt am Dom mit einer großen Auswahl an erlesenen Grappas. Außerdem gibt es hier einmal im Monat auch ein Angebot für glutenintolerante Menschen.


Hauptwache am Domplatz
Hauptwache am Domplatz © Dominik Ketz

Als Brasserie mit mediterranen und deutschen Gerichten wie Bruschetta oder Flammkuchen fungiert die Hauptwache. Die Hauptwache, ein 1861 errichtetes Gebäude des Spätklassizismus aus Wetzlars preußischer Zeit, diente von 1862 bis 1877 dem 8. Rheinischen Jägerbataillon als Wachstation. Danach war sie bis 1972 Domizil der Schutzpolizei. Nachdem das Bellini mit den an Kirchenfenster angelehnten Scheiben im Stadthaus am Dom Ende 2018 geschlossen wurde, ist auch in jenen Räumlichkeiten auf Bestreben der Stadthaus am Dom GmbH wieder ein Bistro angesiedelt, in dem man Kaffee, kühle Getränke und Snacks genießen kann. 2021 soll das marode Stadthaus am Dom abgerissen werden, stattdessen sollen in dem Bereich drei Domhöfe entstehen, die sich optisch an den Domplatz anpassen. Bis zum Abriss kann man noch unter der verspiegelten Fassade des alten, in den 70er Jahren gebauten Stadthauses, seinen Kaffee genießen.


Fischmarkt

Blick auf den Fischmarkt
Blick auf den Fischmarkt © Peter-Jörg Albrecht

Direkt an den Domplatz und das Stadthaus am Dom gliedert sich der Fischmarkt an, der ebenfalls mit gastronomischem Angebot lockt. Hier, am Fischmarkt 13, wurde Mitte des 14. Jahrhunderts im mehrmals umgebauten Rathaus das ab 1690 das Reichskammergericht, an dem sich Goethe am 25. Mai 1772 als Praktikant einschrieb, ansässig. In jenem Gebäude ist heute das Café am Dom ansässig, dessen Spezialität unter anderem die hausgemachten Macarons sind. Darüber hinaus warten hausgemachte Torten, Kuchen und Pralinen auf Leckermäuler. Gegenüber, am Fischmarkt 2, ist in einem der ältesten Fachwerkhäuser Wetzlars die Ratsschänke untergebracht. Im Speiseangebot spiegeln sich die vier Jahreszeiten und die regionale Küche - von deftig bis leicht – wider. Doch auch ein gepflegtes Bier oder einen Wein kann man hier in den Abendstunden genießen. Jetzt in den Sommermonaten lockt auch leckere Erdbeerbowle. Nebenan wird es traditionell indisch: Das Shiva lässt das orientalische Herz höher schlagen und lädt auf dem Fischmarkt zu gemütlichen Runde ein.

 


Kornmarkt

Das Taschs am Kornmarkt ist bekannt für die leckeren Burger.
Das Taschs am Kornmarkt ist bekannt für die leckeren Burger. © Sabine Glinke

Geht man den Domplatz hinauf, am historischen Brunnen vorbei, biegt rechts um die Ecke in die Blaunonnengasse und hält sich gleich wieder links, die Lottestraße hinauf und dann wieder rechts in die Schmiedgasse, führt der Weg zum Kornmarkt, der von vier Lokalen gesäumt ist. Das Taschs am Kornmarkt ist eine der Anlaufstellen in Mittelhessen schlechthin für Burger – Kreationen wie der Mississippi-Burger oder der Hähnchen-Burger haben ihren festen Platz auf der Speisekarte, regelmäßig kommen wechselnde Spezialburger dazu. Auch lecker: Die verschiedenen Mojitos – mal mit Maracuja, mal klassisch. Schmeckt.


Außenterrasse La Piazza im Lottehof
Außenterrasse La Piazza im Lottehof © Dominik Ketz

Fleischliebhaber kommen direkt gegenüber auf ihre Kosten. In jenem Haus, in dem heute das Steakhaus Bolero untergebracht ist, wohnte einst Goethe während seines Aufenthaltes in Wetzlar im Sommer 1772. Darauf weist die Plakette an der Fassade hin. Ein weiteres Lokal wartet im unteren Teil des Kornmarktes, direkt am Brunnen, auf Gäste. Der Landsknecht im alten Gewölbe bietet traditionelle Hausmannskost. Gleich mit zwei Außenterrassen bietet das La Piazza im Gebäude des Viseums am oberen Ende des Kornmarktes: Hier kann man wahlweise im Lottehof oder auf dem mittelalterlichen Marktplatz sitzen und italienische Klassiker genießen.