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Herausforderung Klimawandel

Steigende Energiekosten, Ressourcenknappheit und Klimawandel erfordern die Bereitschaft für Veränderungen. Innovative Unternehmen nutzen dies als Chance zur Steigerung der Energieeffizienz und verbessern die eigene Wettbewerbssituation.

Im Netzwerk arbeiten: Wissen multiplizieren, Energiekosten reduzieren, Erfolge publizieren!

Unter diesem Motto organisieren sich immer mehr Unternehmen in Netzwerken mit dem Ziel, ihre Energiekosten zu reduzieren. So können teilnehmende Unternehmen ihre Energieeffizienz etwa doppelt so schnell steigern wie der industrielle Durchschnitt.

Förderung für hessische Energieeffizienz-Netzwerke (Energieland Hessen)

AGEEN-Arbeitsgemeinschaft der Energieeffizienz-Netzwerke Deutschlands

In Wetzlar soll die Gründung eines LEEN (lernenden Energieeffizienznetzwerkes) im Jahr 2018 erfolgen. Es sollen sowohl Netzwerkmanager und Energieberater über die THÜGA bereitgestellt werden, dem zweiten Eigentümer der ENWAG neben der Stadt Wetzlar.

Da die Unternehmen selten genug Personal haben, sich mit allen Themen intensiv zu befassen, bietet der Austausch zwischen den Unternehmen ebenso wie die externe Expertise durch den Energieberater im Netzwerk große Chancen, in vielfältigen Themenfeldern Fortschritte zu erzielen.

Ziel: Bis 2020 deutschlandweit 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke

Mit der  Initiierung von Energieeffizienz-Netzwerken unterstützen die Städte Solms und Wetzlar auch die Initiative der Bundesregierung und der Wirtschaft, bis zum Jahr 2020 deutschlandweit 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke ins Leben zu rufen. Die Initiative ist Teil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz, der auf freiwilliges Engagement der Unternehmen setzt.

Energieeffizienz-Netzwerke in Solms und Wetzlar

Um das Thema auch bei uns in der Region zu platzieren und ein eigenes Netzwerk in der Region zu gründen, fand am 30. Juni 2016 in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungen Solms und Wetzlar sowie dem Wetzlar Network eine erste Info-Veranstaltung über Energieeffizienz-Netzwerke in der Alten Aula, Obertorstraße 20, 35578 Wetzlar statt.

Typische Themenfelder in Unternehmen

Dämmung

In der Regel lohnt sich die Investition in die Dämmung von Unternehmensgebäuden, da für die Beheizung alter Gebäude oft große Energiemengen eingesetzt werden müssen. Dabei geht es nicht nur um die Gebäudehülle sondern auch um die Leitungsnetze.

Abwärme

Die Abwärme von Maschinen kann meist noch in anderen Produktionsprozessen genutzt werden. Zudem können Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zur Verminderung des Heizwärmebedarfes beitragen. Optimal ist es, wenn die Abwärme von Kühlprozessen direkt für andere Anwendungen mit Wärmebedarf verwendet werden kann.

Prozessoptimierung

Um die Effizienz von Produktionsprozessen zu optimieren, ist kompetente Beratung notwendig. Diese Beratungen werden stark bezuschusst. Die Zuständigkeit liegt beim BAFA.

Heiz- und Kühlsysteme

Moderne Blockheizkraftwerke können effizient die benötigte Energie erzeugen. Durch den Betrieb mit erneuerbaren Brennstoffen sind diese noch umweltfreundlicher. Sparsame Pumpen und gut isolierte Leitungen können erhebliche Einsparungen ermöglichen. Auch ein hydraulischer Abgleich bei vorhandener Technik kann etwas bewirken. Gute Wärmepumpen können sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen eingesetzt werden.

Computer

Die Anschaffung effizienter Geräte ist eine gute Voraussetzung, um dauerhaft die Energiekosten zu senken. Außerhalb der Betriebszeiten können die Geräte ausgeschaltet werden, und auch auf Standby-Verbräuche kann meist verzichtet werden. Bei Servern ist besonders auf die Standortwahl zu achten, da die Temperaturregulierung eine wichtige Rolle spielt.

Beleuchtung

Der Einsatz von Tageslichtsensoren und automatischen Dimmern ist zu empfehlen. Gerade in der Industrie wird oft Schichtarbeit geleistet, daher haben Leuchtmittel eine sehr hohe Einschaltdauer. Besonders dort sollte moderne LED-Beleuchtung zum Einsatz kommen, die sehr effizient ist und zudem sehr lange Lebensdauern bietet. Dies spart neben Energiekosten auch Wartungskosten und Austauschkosten. Damit sind deutliche Einsparungen möglich. Generell sollte die Nutzung von Tageslicht im Vordergrund stehen und nur beleuchtet werden, wo die Notwendigkeit dafür besteht.

Materialauswahl

Die Warenströme nehmen oft unnötig lange Wege, weil die Waren anderswo billiger produziert werden können. Durch die Vermeidung von unnötigen Transporten kann ein großer Nutzen für die Umwelt entstehen, die Aufpreise für regionale Produkte sind teilweise gering. Wenn eine umweltbewusste Ausrichtung gut kommuniziert wird, wird sie auch von den Kunden akzeptiert und honoriert. Zudem wird dadurch die Wertschöpfung in der Region erhöht.

Mobilität

Der Fuhrpark von Unternehmen kann einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, wenn darauf geachtet wird, dass dem Nutzungsprofil angemessene, sparsame Fahrzeuge und auch Elektroautos eingesetzt werden. Die Voraussetzungen in der E-Mobilität verbessern sich stetig. Die Deutsche Post AG setzt bereits wirtschaftlich E-Fahrzeuge ein. Auch einige Energieversorger stellen Ihre Fuhrparks bereits auf Elektrofahrzeuge um.

Klimawandelanpassung

Unternehmen sollten sich auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und diese bei Investitionsentscheidungen berücksichtigen. Die Zunahme heißer Tage kann die Produktivität der Mitarbeiter beeinträchtigen, zudem können starke Niederschläge oder Sturmereignisse erheblich Schaden bei einem Unternehmen oder Zulieferern verursachen. Wenn Maßnahmen umgesetzt werden, die die Schadensanfälligkeit reduzieren, können mit einigen Versicherungen günstigere Prämien ausgehandelt werden.