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Interkulturelle Öffnung der Verwaltung

  • Jährlich werden zweitägige Fortbildungsangebote zur Thematik „interkulturelle Kompetenz“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und externen Kooperationspartnern durchgeführt. Die Auszubildenden partizipieren ebenfalls an der Fortbildung zum Thema.

  • Des Weiteren findet jährlich ein Workshop in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Wetzlar, der Abteilung Frühe Hilfen und Kindertagesbetreuung sowie den Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern zum Thema „kultursensible Angebotsentwicklung“ statt.

  • Begleitet wird der Prozess der Interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung über eine ämterübergreifende Steuerungsgruppe. Bereits seit 2011 kommen dort Dezernentinnen und Dezernenten sowie Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter zusammen um gemeinsam den verwaltungsinternen Öffnungsprozess voranzutreiben.

  • Die WIR-Koordination ist in allen relevanten Gremien der Stadt und des Kreises vertreten. Neben der dortigen Öffentlichkeitsarbeit präsentiert sich die WIR-Koordination auf Neubürgerempfangen, beim Internationalen Kulturfest und auf stadtteilbezogenen Familienfesten der Stadt Wetzlar.

Ein Foto der Integrationskonferenz 2015
Integrationskonferenz 2015 © Mohammed Osman

Integrationskonferenz

Die im Herbst eines jeden Jahres stattfindende Integrationskonferenz dient als zentraler Bestandteil der integrationsfördernden Maßnahmen innerhalb Wetzlars sowie dem Informationsaustausch und einer besseren Vernetzung beteiligter AkteurInnen.

In diesem Jahr findet die Integrationskonferenz am Dienstag, 26. September 2017, ab 15:30 Uhr im Neuen Rathaus, Ernst-Leitz-Straße 30, 35578 Wetzlar statt.

Neben dem Markt der Möglichkeiten werden in diesem Jahr zwei Themenschwerpunkte im Vordergrund stehen: Die Sprachförderung und erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Außerdem wird bei der Integrationskonferenz zum zweiten Mal der Integrationspreis verliehen.


Integrationspreis
Preisträger des Integrationspreises: v.l. Irma Kriger (2. Preis), Ingrid Knell (Vorsitzende des Interkulturellen Rates), Hüseyin Demirel, Rabia Özkan (DITIB-Gemeinde, 1. Preis), Oberbürgermeister Manfred Wagner.

Integrationspreis

Erstmals ist auf der Integrationskonferenz der Stadt Wetzlar am 27. September 2016 der mit 1.500 Euro dotierte Integrationspreis vergeben worden. Den 1. Preis (1.000 Euro) erhielt die Türkisch-Islamische Gemeinde Wetzlar DITIB für ihre Aktivitäten im sozialen Bereich und ihre Jugendarbeit. Die seit 1989 im Wetzlarer Stadtbezirk Niedergirmes aktive Moschee-Gemeinde betreibe eine umfassende Integrations- und Jugendarbeit, die vorbildlich zur interkulturellen Verständigung beitrage, sagte die Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Ingrid Knell, in ihrer Laudatio. So gebe es eine Hausaufgabenbetreuung für Schüler, Frauenfrühstück, Frauensport, Unterhaltungskreise, Exkursionen und sozialpolitische Workshops, Besuche in Altenheimen und Mithilfe in der Flüchtlingshilfe. Ein besonderer Schwerpunkt sei die intensive Begleitung von Jugendlichen mit Freizeitangeboten, auch um extreme Haltungen zu verhindern.

Den 2. Preis (500 Euro) erhielt als Einzelperson Irma Kriger für ihr ehrenamtliches Engagement in der Migrationsberatung. Die gebürtige Moldawierin ist seit vielen Jahren als Ansprechpartnerin für Migranten aus den GUS-Staaten tätig und unterstützt sie beispielsweise bei Behördengängen und der Vermittlung von Sprachkursen.

Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) nannte das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen eine Bereicherung. Die Integration könne nur gelingen bei Dialogbereitschaft und gegenseitiger Achtung. Die Stadtverwaltung wolle dazu einen Beitrag leisten, indem sie sich als „Interkulturelle Verwaltung“ auf die unterschiedlichen Zielgruppen einstelle. Wagner zeigte sich besorgt darüber, dass sich der Ton in der Integrationsdebatte verschärft habe. Viele nähmen die wirtschaftlichen Vorteile der Globalisierung gerne an, seien aber nicht bereit, den Blick auf die negativen Folgen, etwa die Fluchtursachen durch Kriege oder Klimawandel zu richten.

Auf der Konferenz, die zum dritten Mal im Wetzlarer Rathaus mit über 100 Teilnehmern stattfand, wurden auch lokale Projekte vorgestellt wie „Sport und Flüchtlinge“, beim dem fünf „Sportcoaches“ Flüchtlinge mit Sportvereinen in Kontakt bringen. Die Vertreterin des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, Wiebke Schindel, lobte die Stadt Wetzlar für ihre langjährigen Aktivitäten: „Integration wird in Wetzlar vorbildlich umgesetzt.“

Weiterhin wurden bei der Veranstaltung auch Einbürgerungen vorgenommen: Gilian Bellaerts und ihre Tochter Amy erhielten von Oberbürgermeister Wagner die Urkunde über die deutsche Staatsbürgerschaft, die sie zusätzlich zur britischen erhalten.


Integrationslotsen

Die Wetzlarer IntegrationslotsInnen die selbst einen Migrationshintergrund haben sind persönliche Ansprechpartner für Zugewanderte. In Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum Mittelhessen bauen diese Brücken zwischen Behörden, Institutionen, Schulen, Kitas, Arbeitgebern, Vereinen, Verbänden und Initiativen zu den neu Zugewanderten. Damit dies gelingt benötigt es viele Menschen, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen einbringen. IntegrationslotsInnen bringen ihre interkulturellen Erfahrungen ein, vernetzen bestehende Strukturen und unterstützen Menschen dabei, aktiv am Leben in unserer Stadt teilzunehmen. Unsere IntegrationslotsInnen verstehen Vielfalt als Chance und werben für ein respektvolles Miteinander.

Nähere Informationen bei den Downloads (siehe unten) bzw. unter:

Freiwilligenzentrum Mittelhessen e.V.
Karin Buchner
Elsa-Brandström-Str. 18
35578 Wetzlar
www.freiwilligenzentrum-mittelhessen.de
06441 – 959295


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