Sprungmarken
Suche
Suche

Palais Papius Header

Die Anfänge des Palais Papius liegen im frühen 18. Jahrhundert: Das zunächst dreiflügelige Adelspalais entstand im Jahr 1717 unter Johann Conrad Heeser von Lilienthal, Prokurator am Reichskammergericht. Ab 1758 ließ es sein zweiter Besitzer, Assessor Johann Hermann Franz von Pape, lateinisch Papius, zum Vierflügelbau mit Festsaal erweitern und mit elegantem Rokokostuck ausgestalten. Auf ihn geht auch die Benennung des Gebäudes als „Palais Papius“ zurück.

Bis ins 19. Jahrhundert wechselte das Gebäude mehrfach seine Besitzer, unter Freiherr Schenk zu Stauffenberg kam 1806 der Annexbau an der Ecke Rosengasse/Kornblumengasse hinzu. Im Jahre 1860 wurde es schließlich von der Stadt Wetzlar erworben und beherbergte eine städtische Schule, bis schließlich 1967 die Sammlung Lemmers-Danforth einzog.

Nach dem Tod der Stifterin und ihrer Lebensgefährtin wurde das Gebäude von 2009 bis 2012 in Kooperation mit dem Hessischen Amt für Denkmalpflege in den bauhistorischen Urzustand des 18. Jahrhunderts rückgebaut und grundsaniert. Dabei wurde das Gebäude nicht nur eingehenden bauhistorischen Untersuchungen unterzogen, sondern auch nach aktuellen museumstechnischen und konservatorischen Standards ausgestattet. Wiedereröffnet erscheinen die Sammlung und deren Wohnstatt somit nun nicht nur in neuem Glanz, sondern auch vor dem Hintergrund neuer architekturhistorischer und denkmalpflegerischer Erkenntnisse zum Gebäude selbst.

Das könnte Sie auch interessieren: