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Tod im Meer
© Wennemar Rustige

Kathrin Brömse beschäftigt sich in Malerei, Zeichnungen und Objekten ausschließlich mit der menschlichen Gestalt. Die Personen, die sich in ihren Bildern aufhalten, scheinen jedoch meist weder einem Geschlecht zugeordnet noch greifbar in Raum oder Zeit verankert zu sein. Sie irritieren uns durch einen abgewandten Blick oder oft nur schemenhaft erkennbare Gesichtszüge. Sie hantieren mit unbekannten Gegenständen oder führen Experimente durch, die sich dem Betrachter nicht erschließen, scheinen beschädigt oder verformt, halten sich in einer traumartigen Parallelwelt auf. Sie sind uns fremd und gleichzeitig beklemmend vertraut und nah. Sie werfen uns Fragen entgegen, verweigern aber - unterstützt durch fast immer fehlende Bildtitel - eindeutige Antworten. Und doch fordern sie uns zur Kommunikation auf, halten uns (Zerr-) Spiegel vor. (Jost Radke, im Januar 2018)

Irene Peil
„In meinen Arbeiten geht es um Veränderungsprozesse, die sich im Inneren vollziehen und irgendwann nach außen sichtbar werden, denn Innenseite und Außenseite gehören untrennbar zusammen. Ob in Beziehungen oder in der Natur: Veränderung ist immer ambivalent: erhofft und gefürchtet, lebensnotwendig und zum Tod führend, positiv und negativ zugleich. In diesem Spannungsfeld leben wir, gestalten wir unsere Beziehungen und sind herausgefordert unser eigenes Handeln zu reflektieren und zu verantworten“. (Irene Peil)

Wennemar Rustiges Arbeiten zeichnen sich durch eine große Bandbreite an Ausdrucksformen und Themenkomplexen aus. Neben der Malerei und Installationen arbeitet er auch mit den Medien Video und der digitalen Fotografie. Hohe Aufmerksamkeit erhielt zum Beispiel seine Videoinstallation „4 x rot - wer weiß“, welche er für den Eingangsbereich der Hessischen Landesvertretung in Berlin entwickelte. Auch eine Installation mit dem Titel „Liebe“, konzipiert im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem Musiker und Komponisten Markus Stockhausen für den Chorraum der Brüderkirche in Kassel, beeindruckte die Besucher. Die Arbeiten nehmen oft Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themenkomplexen, wie Gewalt, Diskriminierung von Randgruppen, Flucht oder Menschenrechtsverletzungen. Darüber hinaus versucht Wennemar Rustige mit seinen Arbeiten häufig auch, menschliche Gefühlswelten in den unterschiedlichsten Facetten zu erspüren und künstlerisch umzusetzen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei häufig die sehr intensive Farbigkeit ein. Seine Arbeiten wurden u.a. mehrfach auch auf Landeskunstausstellungen des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler gezeigt.

Carola Senz
Lange Zeit setzte sich Carola Senz künstlerisch und thematisch mit der Autobahnkirche Siegerland auseinander, die sie als Ort der Ruhe und Spiritualität sehr fasziniert. Die Spannung zwischen der Ruhe einerseits und der Hektik des modernen, mobilen Menschen andererseits kommt in ihren überwiegend abstrakten Bildern zum Ausdruck. In ihren neuen Bildern wendet sie sich der geschwungenen Linie zu, aber auch hier ist die Nähe zur Spiritualität und Transzendenz spürbar. Linien, gebündelt oder locker geschwungen, erzeugen einen eigenen Rhythmus musikalischer Gestimmtheit und geben den Ton an in den Bildern von Carola Senz. Der lasierende Farbauftrag lässt ein Dahinter sichtbar werden und erzielt eine Leuchtkraft der Farben, die an sakrale Glasmalerei erinnert.

Vernissage: Freitag, 6. September 2019, 18:00 Uhr

„Inspirierendes auf dem Gelben Sofa" - Kunstgespräch zur aktuellen Ausstellung: Mittwoch, 9. Oktober 2019, 18:00 Uhr

Finissage: Sonntag, 3. November 2019, 11:00 Uhr

Details
Datum
BeginnDi., Mi., Fr. 12:00 - 18:00 Uhr // Do. 10:00 - 18:00 Uhr // Sa. und So. 10:00 - 15:00 Uhr
EintrittspreisEintritt frei!
KategorienAusstellungen, Kunst

Veranstaltungsort

Stadtgalerie im Kulturhaus (UG)
Öffnungszeiten: Mo. geschlossen // Di., Mi., Fr. 12-18 Uhr // Do. 10-18 Uhr // Sa., So. 10-15 Uhr // Feiertage geschlossen